Drei Schritte zur neuen Eisenbahnbrücke

Von: Andreas Cichowski
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Dringend sanierungsbedürftig: Die 1910 gebaute Eisenbahnüberführung der Roermonder Straße muss erneuert werden. Am Wochenende wurde deswegen der Zugverkehr eingestellt und der Autoverkehr umgeleitet. Im August wird es eine weitere große Sperrung geben. Foto: Andreas Cichowski

Aachen. Gar nicht lange ist es her, dass tonnenschweres Gerät die Eisenbahnbrücke an der Roermonder Straße in Laurensberg beackerte. Denn die 1910 gebaute Brücke ist ein dringender Sanierungsfall. Am Wochenende wurde nun mit dem Einbau zweier Hilfsbrücken die nächste Bauphase in Angriff genommen.

Seit November laufen die Arbeiten an der Eisenbahnüberführung, die Teil der vielbefahrenen Strecke Aachen-Herzogenrath ist. Von Freitagmorgen bis Sonntagabend erforderten diese Arbeiten auch die Vollsperrung der Bahnstrecke sowie der Roermonder Straße. Der Bahnverkehr zwischen Aachen und Kohlscheid wurde eingestellt. Der Straßenverkehr von und nach Kohlscheid wurde über Berensberger Straße, Ferberberg und Schlossparkstraße umgeleitet.

130-Tonnen-Kran rückt an

Da die neue Stahlbrücke länger als das heutige, 21 Meter weite Bauwerk wird, muss es auch neue Gründungen geben, wie Thomas Rüsing von der ausführenden Firma B+H erläutert. Bereits Ende Januar wurden dazu metertiefe Bohrpfähle erstellt. Um auf den Pfählen die Auflagerträger, auf denen später einmal die neue Brücke ruhen soll, betonieren zu können, wird der entsprechende Bereich mit kleinen Behelfsbrücken überbrückt.

Am Samstag rückte ein Kran mit 130 Tonnen Hubkraft an, hob zunächst acht Betonsegmente und anschließend die vier stählernen Hilfskonstruktionen an ihren Platz. Außerdem wurden mehrere Stahlanker 26 Meter tief ins Erdreich getrieben, alte Mauern und Teile der Widerlager abgebrochen und tonnenweise Aushub bewegt. Die Anzahl der benötigten Maschinen auf engstem Raum war beachtlich. „Im Nachgang zu der Sperrung können dann die weiteren Arbeiten im Schutz der Hilfsbrücken stattfinden“, teilte ein Bahnsprecher mit.

Noch einmal wird im August gesperrt. Dann werden die beiden alten Stahlbrücken sowie die vier Behelfsbrücken ausgehoben und die neuen 140 Tonnen schweren Stahlüberbauten auf die dann fertige Gründung gesetzt. Außerdem wird im Rahmen der Brückenbauarbeiten die in den Anschlussbereichen bereits bestehende Lärmschutzwand über die Brücke hinweg geschlossen.

Die gesamte Baumaßnahme an der Eisenbahnbrücke wird nach Aussage der Bahn voraussichtlich bis Ende 2015 andauern. Die Kosten belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Euro.

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