„Drei-Länder-Übung” der Feuerwehren auf Melaten

Von: Carlos Kleiner
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Hinein in die Dekontaminationsschleuse: Bei ihrer „Drei-Länder-Ubung” bewältigten rund 130 Einsatzkräfte von Feuerwehren aus Aachen, Belgien und den Niederlanden diverse Rettungsszenarien - und vertieften dabei auch grenzüberschreitende Freundschaften. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Wenn sich so viele Einsatzwagen der Feuerwehr an einem Ort versammeln, verheißt das normalerweise nichts Gutes. An diesem Tag jedoch besteht kein Grund zur Sorge, denn es handelt sich um die alljährliche „Drei-Länder-Übung” verschiedener Feuerwehren aus Aachen, Belgien und den Niederlanden, die diesmal am RWTH-Heizkraftwerk Melaten und im benachbarten Floriansdorf insgesamt rund 150 Besucher anzieht.

Für einen der Zuschauer gibt es sogar ein ganz besonderes Bonbon: Er wird kurzerhand in eine Uniform gesteckt und darf später an der Übung teilnehmen.

Diverse Rettungsszenarien

Für die insgesamt rund 130 Löschprofis, die mit mehr als 20 Einsatzfahrzeugen angerückt sind, stehen an diesem Tag unterschiedliche Szenarien auf dem Programm, bei denen Teamarbeit und Koordination der Löschzüge trainiert werden.

Egal ob es um die Rettung eines bewusstlosen Mannes, um die Dekontaminierung eines Gefahrenguttransporters oder das Löschen eines Feuers auf einem Abfall-Sammelplatz geht - unter den wissbegierigen Augen der Zuschauer geben die Feuerwehrmänner und -frauen alles und lassen dadurch die Übungen so realistische wie möglich aussehen.

Noch während der Begrüßung der Zuschauer durch Rainer Mertens, Löschzugführer Laurensberg, im Floriansdorf in der Nähe der Feuerwache 3 in Melaten landet der Rettungshubschrauber der SAR 41 Nörvenich auf der benachbarten Wiese.

SAR 41 ist eine „search and rescue”-Einheit der deutschen Bundeswehr, die neben dem ADAC und anderen zivilen Organisationen die Feuerwehr unterstützt, wenn Verletzte in entferntere Krankenhäuser geflogen werden müssen.

Hilfe in Minutenschnelle

Durch die standardisierte Vorgehensweise ist es möglich, innerhalb weniger Minuten die verschiedenen Einsatztrupps zu koordinieren Während der Übungen wird das Geschehen immer wieder von dem Mediziner und Radiomoderator Christian Herrmanns für die Laien kommentiert, die bereits vorab die Möglichkeit hatten, die verschiedenen Einsatzfahrzeuge und den Hubschrauber genau unter die Lupe zu nehmen.

Doch auch für die Feuerwehrleute ist diese Übung immer wieder ein besonderes Erlebnis.

Denn neben den vielen fachlichen Gesprächen und dem Erfahrungsaustausch geht es auch darum, grenzübergreifende Freundschaften zu pflegen, weiß auch Joachim Schäfer, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Aachen. Und so gehört es auch beinah selbstverständlich dazu, nach der erfolgreichen Übung auf ein grenzübergreifendes Bier zurückzugreifen.
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