Drei Demos, ein Schlagerfestival und ein Fußballspiel

Von: Oliver Schmetz
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Aachen. Ein Schlagerfestival mit 30.000 Besuchern, gleich daneben und zur gleichen Zeit ein Fußballspiel, zu dem mindestens 8000 Zuschauer erwartet werden, und dann noch drei Demos in der Innenstadt mit möglicherweise insgesamt 1000 Teilnehmern, die auch noch allesamt fast gleichzeitig stattfinden: Wer am Samstag nicht unbedingt mit dem Auto in die Aachener City fahren muss, sollte das besser bleiben lassen.

Die Aachener Polizei jedenfalls rechnet „mit teils erheblichen Verkehrsbehinderungen“ – und das in einer Zeit, in der Aachens leidgeprüfte Autofahrer ohnehin schon über das alltägliche Verkehrschaos stöhnen.

Stöhnen dürften derweil heute auch ziemlich viele Polizisten. „Das wird für uns ein arbeitsreicher Tag“, prophezeit Polizeisprecher Paul Kemen, „und deshalb haben wir rechtzeitig aufgerüstet und wesentlich mehr Personal im Einsatz als sonst“. Das hat vor allem mit den drei Demonstrationen zu tun, die heute am Mittag und am Nachmittag in der Innenstadt angemeldet sind. Während die Mahnwache zur Situation in Syrien unter dem Motto „Stoppt den Diktator! Rettet unsere Kinder“ am Geldbrunnen von 13 bis 14 Uhr von der Polizei noch als eher kleinere Veranstaltung eingestuft wird, dürfte man auf die gleich nebenan beginnende Demo zum Gaza-Konflikt schon ein größeres Augenmerk legen. 700 Teilnehmer erwarten die Veranstalter, die um 14 Uhr vom Elisenbrunnen aus einen Schweigemarsch durch die Innenstadt starten wollen. Unter anderem soll es dabei über die Peterstraße und die Blondelstraße gehen, auch eine Kundgebung ist geplant. „Das wird sicher Beeinträchtigungen geben“, vermutet Kemen. Dauern soll das Ganze bis gegen 15.45 Uhr.

Dann wird – ebenfalls in direkter Nachbarschaft – die dritte Demo bereits begonnen haben. Im Bereich Promenadenstraße/Gasborn/Synagogenplatz laden laut Polizei Veranstalter aus dem linken politischen Spektrum am 15 Uhr zum „Antikarlstag“. Dauern soll das Ganze bis in den Abend hinein, erwartet werden rund 200 Demonstranten.

Und dann ist da ja noch das Schlagerfestival „Aachen olé“ in der Soers, das neben bisher vielen Schlagzeilen heute mit Sicherheit auch Staus produzieren wird. 30.000 Besucher werden erwartet, und wenn Tim Toupet dort um 14 Uhr die Bühne erklimmt, wird nebenan auf dem Tivoli gerade die zweite Halbzeit der Partie gegen Fortuna Düsseldorf angepfiffen.

Und auch wenn die Alemannia bis zum Freitagnachmittag „nur“ 4300 Eintrittskarten verkauft hatte und lediglich mit „8000 Zuschauern plus x“ rechnet – auf der Krefelder Straße dürfte einiges los sein. „Wir werden alles tun, um negative Auswirkungen für die Öffentlichkeit so gering wie möglich zu halten“, sagt Polizeisprecher Kemen zwar, „aber besser wäre es, um diesen Bereich am Samstag mit dem Auto einen großen Bogen zu machen.“

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