Aachen - Drei Bandenmitglieder müssen hinter Gitter

Drei Bandenmitglieder müssen hinter Gitter

Von: tv/wos
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Die Urteile für Bandenmitglieder, die Geldautomaten und Firmenfahrzeuge gestohlen haben, sind komplett. Nach Bewährungsstrafen für zwei Täter gab es nun mehrjährige Haftstrafen für die drei Haupttäter. Symbolbild: dpa

Aachen. Schwerer Bandendiebstahl in mehreren Fällen – so lautete der Vorwurf an insgesamt fünf Angeklagte vor der 6. Großen Strafkammer am Aachener Landgericht. Im Visier hatte die Bande vor allem Geldautomaten, aber auch Firmenwagen, deren Schlüssel sie bei Einbrüchen auf Firmengelände erbeuteten.

Zwei der Männer waren kürzlich bereits zu Bewährungsstrafen verurteilt worden, am Montag sprach der vorsitzende Richter Matthias Quarch Urteile über die drei Haupttäter.

Einen von ihnen erwartet demnach nun eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und drei Monaten. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er an 15 Fällen von schwerem Bandendiebstahl beteiligt war, drei davon versucht und einmal in Verbindung mit einer Urkundenfälschung. Darüber hinaus habe er sich zwei weiterer Urkundenfälschungen schuldig gemacht.

Aachener Täter bleiben unbekannt

Ein zweiter Angeklagter wurde wegen insgesamt neun Fällen von schwerem Bandendiebstahl, einer davon versucht, zu drei Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt; der dritte Haupttäter muss für zwei Jahre und fünf Monate hinter Gitter wegen fünf Fällen schweren Bandendiebstahls (einer davon versucht). In weiteren Fällen wurden die Angeklagten freigesprochen, weil ihnen die Beteiligung nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte.

Die Bande, zu der die Angeklagten gehören, hatte es bei ihren Touren immer wieder auf Firmenlager abgesehen, vor allem aber auf Geldautomaten. Darunter, so war zunächst vermutet worden, soll sich auch ein EC-Automat der Postbank am Pontdriesch befunden haben, den sich Täter im November 2014 ausgeguckt hatten.

Mit einem starken Seil, das an einem gestohlenen Kleintransporter befestigt wurde, war der Automat nachts aus der Verankerung gerissen worden. Anschließend war die Maschine in dem Transporter verstaut worden, und die Täter traten den Rückzug an. Ein aufmerksamer Passant hatte den Diebstahl mit dem Handy gefilmt. Rund 68.000 Euro Beute soll die immer noch unbekannte Bande bei dieser Aktion gemacht haben.

Immer noch unbekannt, weil für das Gericht am Montag feststand: Für diesen Diebstahl können die Angeklagten nicht verurteilt werden, weil die Beweise fehlten.

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