Aachen - Drahtloses Netz für die City wird jetzt geknüpft

Drahtloses Netz für die City wird jetzt geknüpft

Von: Matthias Hinrichs
Letzte Aktualisierung:
8459943.jpg
Startschuss fürs neue WLAN-Netz in der Altstadt: OB Marcel Philipp und NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider (l.) haben die neue Kooperation am Mittwoch perfekt gemacht.

Aachen. Das erste Weihnachtspaket für die virtuellen Wellenreiter haben Stadt und NetAachen am Mittwoch offiziell geschnürt: Noch vor dem ersten Advent sollen 24 sogenannte Hot-Spots in der Aachener Altstadt installiert werden, um einen kostenlosen WLAN-Zugang für jedermann zu ermöglichen.

Das erklärten Oberbürgermeister Marcel Philipp und Net-Aachen-Geschäftsführer Andreas Schneider, bevor sie den neuen Kooperationsvertrag zur Schaffung des drahtlosen Internet-Angebots unterzeichneten. „Wir haben nach langer Vorbereitungszeit jetzt die letzten technischen und rechtlichen Hürden genommen, um den Aachenern, ihren Gästen und den Studenten der Wissenschaftsstadt diese neue Möglichkeit zu eröffnen“, erklärte Philipp nicht ohne Stolz.

Ab November sollen die Netzstationen im Bereich rund um Dom und Rathaus und bis hin zum Elisenbrunnen eingerichtet sein, berichtete Schneider. Der Clou: Weder das Stadtsäckel, noch das Portemonnaie der Nutzer sollen durch das neue Angebot belastet werden. Jeder „User“ kann das Netz über Smartphone oder Tablet zunächst eine halbe Stunde lang kostenlos anpeilen, ohne dabei persönliche Daten preisgeben zu müssen. Lediglich eine Bestätigung der Nutzungsbedingungen ist erforderlich. Um eine längere Verweildauer zum Nulltarif zu ermöglichen, sollen nun Sponsoren auch und vor allem aus dem lokalen Einzelhandel und der Gastronomie ins Boot geholt werden. Dort werden – ebenso wie an diversen städtischen Anlaufstellen wie dem „aachen tourist service“– Gratistickets bereitgestellt, die eine bis zu 24-stündige Nutzung über einen anonymen Code erlauben.

„Wir wollen mit dieser neuen Plattform auch dem Einzelhandel eine Möglichkeit bieten, einmal vom Internet zu profitieren – und nicht umgekehrt“, betonte Schneider. Über das weithin bereits verlegte Glasfasernetz in der City sei eine flotte und unkomplizierte Verbindung jederzeit gewährleistet, und zwar auch „symmetrisch“. Will heißen: Eingaben ins Netz sind ebenso schnell möglich wie das Herunterladen.

„Wir schaffen damit ein wichtiges Qualitätsmerkmal für die Hochschulstadt Aachen“, freute sich Philipp bei der Vorstellung des Projekts, die nicht von ungefähr im neuen „Centre Charlemagne“ stattfand: Als „Pilot“ schaltete NetAachen anlässlich des Domspringens am Katschhof am Mittwoch für zwölf Stunden einen ersten WLAN-Zugang frei.

Virtuelle Wellen soll das Projekt nun auch im Zuge eines Kooperationsmodells mit anderen Anbietern schlagen, betonten Schneider und der OB. Im Vorfeld hatten nämlich vor allem die Aachener Piraten kritisiert, dass eine Monopolisierung des Angebots zu befürchten sei. „Wir haben lange nach geeigneten Partnern gesucht“, unterstrich Philipp, „bis NetAachen schließlich auf uns zugekommen ist.“ Taufrisch war ihm kurz zuvor ein weiteres Kooperationsangebot auf den Tisch (bzw. in die Mailbox) geflattert: Das IT-Unternehmen „RelAix Networks“ will nun ebenfalls in das geplante Konsortium einsteigen, das das Netz künftig betreiben soll. „Weitere Partner sind natürlich willkommen“, sagte der OB. Dazu gehöre selbstverständlich auch die RWTH. In der nächsten Etappe soll das System auf das Hochschulviertel ausgeweitet werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert