Aachen - Drähte schützen die Heiligen vor Tauben

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Drähte schützen die Heiligen vor Tauben

Von: Thorsten Karbach
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Moderne Laser haben Arnulf und Hildegard wieder in Form gebracht. Nun gilt es, die beiden Heiligen(figuren) an der Hubertuskapelle des Aachener Doms vor ihren schlimmsten Feinden zu beschützen – den Tauben. Denn Taubenkot – in Verbindung mit Regenwasser – schlägt den Steinfiguren nicht auf den Magen, er zersetzt deren Stein. Frisst quasi Kopf und Schultern auf.

1998 hat Dombaumeister Helmut Maintz an seinem Münster begonnen, eine elektronische Taubenabwehr zu installieren. Und die wird nun ausgeweitet – Richtung Hubertuskapelle. Diese Anlage besteht aus zwei dünnen Drähten, die etwa zwei Zentimeter nebeneinander gespannt werden. „Sie funktioniert nach dem Weidenzaunprinzip“, erklärt Maintz. Spricht: Die Tauben bekommen einen Stromschlag, wenn sie mit den Drähten in Kontakt kommen. „Sie fallen nicht tot um, bekommen nur eine Erinnerung, dass sie den Dom meiden sollten“, sagt Maintz.

Diese Drähten werden nun auch über den Häuptern von Arnulf und Hildegard gespannt. Von einem Taktgerät im Dachstuhl der Kapelle aus, lassen sich bis zu 600 Meter Draht unter Storm setzen. „Wir erweitern das Netz überall dorthin, wo wir gerade arbeiten“, berichtet Maintz. In Sachen Taubenabwehr geht der Dombaumeister in den Angriff.

Das Gute der Weidezauntechnik: Sie ist nahezu unsichtbar. Die Drähte können von den Passanten nur mit dem Fernglas ausgemacht werden. Die Alternative wären Dornen, wie sie beispielsweise an Brücken oftmals zu sehen sind. „Aber Nadelspitzen auf den Heiligenfiguren sähen wirklich dämlich aus“, sagt Maintz.

Nach und nach werden nun weitere Drähte folgen. Auch an der Hubertuskapelle. Dort werden Lambertus und Floribert mittels besagter Lasertechnik wieder in Form gebracht. Und Taubenfreunde sind auch diese beiden Steinherren ganz bestimmt nicht.

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