Aachen - Drachenfest: Wenn 1200 Printen am Fallschirm hängen

Drachenfest: Wenn 1200 Printen am Fallschirm hängen

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Mitnichten eine Luftnummer: Beim Drachentreffen „Öcher Printen lernen fliegen” kam am vergangenen Wochenende eine stattliche Spendensumme zusammen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Öcher Printen lernen fliegen” war auch in diesem Jahr das Motto des jährlich stattfindenden Drachenfestes, das seit nunmehr 16 Jahren durch die „Drachenfreunde Euregio” organisiert wird.

1200 Öcher Nobis-Printen wurden mittels einer selbst entwickelten Printenfähre in die Lüfte gehoben und dann aus schwindelerregender Höhe abgelassen. Jede einzelne Printe, säuberlich verpackt und mit einem kleinen Fallschirm versehen, gleitete dann zur Freude der Öcher Kenger zu Boden und konnte dann aufgesammelt oder aus der Luft gefangen werden.

Federführend für das Drachenfest der „Drachenfreunde Euregio” ist Initiator Robert Zeius, der mit seinem Team - Robert Drossart, Martina Drossart, Sabine Drosde, Sonja Martini, Caro Kuck und Sabine Koch - eine feine zweitägige Benefiz-Veranstaltung aus dem Hut gezaubert hat.

Bei frostigen Temperaturen, strahlend blauem und sonnigem Himmel zog es viele Aachener mit Kind und Kegel zur großen Wiese von Landwirt Karl-Heinz Vonderstein. Man freute sich auf möglichst viel Wind, um die Flugdrachen - viele Marke Eigenbau - auf Herz und Nieren zu testen. Manch einer, der für sein Fluggerät den Jungfernflug vorgesehen hatte, musste enttäuscht feststellen, dass bis zum ersten gelungenen Start noch einmal Hand angelegt werden muss.

„Ich freue mich immer auf die leuchtenden Kinderaugen, wenn die Drachen steigen und lange am Himmel bleiben”, erzählt Zeius, der mit Freunden Ende der 90er Jahre das Öcher Drachentreffen ins Leben gerufen hat. „Und seit der Erstauflage wird der komplette Reinerlös gespendet”, erzählt der 58-Jährige, der seit 26 Jahren mit Begeisterung Drachen baut.

„Der Reinerlös generiert sich aus der kostenfreien Weitergabe von Getränken, Gebäck, Glühwein und Grillwürsten - natürlich gegen eine Spende”, erklärte Zeius, der die Gesamtspende der Kinderkrebsstation des Uniklinikums zur Verfügung stellt.

„Extra für die Spendenübergabe näht Robert Zeius immer einen Drachen, in dem er seine Spende in bar versteckt. Dann dienen seine Kunstwerke als Dekoration auf unserer Kinderstation”, erläuterte Professor Rolf Mertens. „Ich bin für den kontinuierlichen Einsatz sehr dankbar. Ich bin glücklich und freue mich schon aufs nächste Jahr”, sagte er. Nicht nur den Kindern geht es wohl ebenso.
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