Aachen - Dr. Carsten Lekutat kommt ins Aachener „Franz“

Dr. Carsten Lekutat kommt ins Aachener „Franz“

Von: Sabine Rother
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Von Beruf Arzt, hat er es auf der Bühne auch mit dem Sensenmann zu tun: der Berliner Carsten Lekutat tritt im Aachener „Franz“ auf.

Aachen. Nein, „Comedy“ möchte er sein Unterhaltungsprogramm nicht nennen. „Comedians sind Leute, die acht Lacher pro Minute produzieren wollen“, sagt Carsten Lekutat im Gespräch mit unserer Zeitung. Der TV-Arzt, der in Berlin immer noch ganz real als Allgemeinmediziner für seine Patienten sorgt, kommt am 24. März mit seinem ersten Programm „Auch Hypochonder müssen sterben“ ins Aachener „Franz“.

Sein Ziel ist die „Meditainment-Sprechstunde“, eine Plauderei zwischen kurioser Realität und heiter-nachdenklichem Philosophieren – nicht zuletzt über ernste Dinge des Lebens. Und manchmal darf es auch ein bisschen makaber werden. Das Fernsehen hat ihn 2001 entdeckt. Damals war gerade der Kaufvertrag mit der Vorbesitzerin der Praxis abgeschlossen. Das Sat.1-Frühstücksfernsehen rief ihn an und bat ihn als Experten in eine Sendung.

„Ich war zwar erstaunt, woher die mich kannten, aber da sagt man nicht nein“, erzählt er. Als er um fünf Uhr früh beim Sender erschien, schaute man ihn erstaunt an. „Die haben dort eigentlich die Ärztin erwartet, die vorher in der Praxis war, eine Ernährungsberaterin. Man hatte einfach die Telefonnummer gewählt . . .“

Kurzentschlossen sprang Lekutat dennoch für die Rubrik „Kochen auf Rezept“ ein und erklärte den Zuschauern, warum Kohlsuppe so gut in ein Diätprogramm passt. Und auch der WDR zeigte Interesse am gut gelaunten Gesundmacher. Mit einem englisch/deutschen Magazin der Deutschen Welle „Fit & Gesund“ / „In shape“ kann die Tipps vom Doktor sogar in Afrika und Pakistan empfangen.

Nach all diesen Erfahrungen, die Lekutat bereits in zwei Büchern (unter anderem „Halbwahrheiten der Medizin“) festhielt, hat der heute 44-Jährige große Lust, die Menschen nicht nur in der Praxis sondern live im Bühnenraum zu treffen, von kuriosen Beobachtungen zu erzählen und eigene Ängste zu gestehen.

Er verrät zum Beispiel, was es mit Placebos für Körper, Geist und Seele tatsächlich auf sich hat, entlarvt die Schwächen diverser Internet-Diagnosen, plaudert über Cholesterin und andere brennende Themen. „Für mich ist es wichtig, Irritationen zuzugeben, die auch andere haben, und Situationskomik zu beschreiben, die ich im Alltag vielfach erlebt habe. Man muss nur hinschauen und zuhören.“

Dabei darf und soll es natürlich hauptsächlich heiter zugehen. Wie Lekutat sein Programm testet? „Meine Familie ist da sehr kritisch“, sagt er. „Meine Frau ist Zahnärztin, meine beiden Töchter sind sechs und zehn Jahre alt, die sagen mir, wenn etwas nicht funktioniert.“ Was er sich wünscht? „Einen Mops“, meint er spontan. „Wir haben schon einen Pinscher und eine Mischung aus Dackel und Retriever, jetzt möchte ich endlich einen Mops!“ Ein neues Rezept für den „Hypochonder“?

Tickets: Kundenservice Medienhaus, Zeitungsverlag Aachen

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