„Dornröschen“: Puppenbühne feiert Premiere

Von: Anita Goergen
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Schängche trifft die Grimmschen Klassiker: Die Öcher Puppenbühne zeigt ihre Version von „Dornröschen“ in der Barockfabrik. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Das Märchen „Dornröschen“ der Gebrüder Grimm hat eine besondere Nuance: Es ist die in den Text hineingeschriebene Figur Öcher Schängche. Sie ist neben „Jrete“, der Köchin, auch die einzige Person, die Öcher Platt spricht.

Die Kinder hatten bei der Premiere sichtlich Spaß an den Stockpuppen-Figuren und an den Bühnenbildern, die sehr aufwendig gearbeitet waren – so zum Beispiel eine fluoreszierende Hecke. Im ersten Akt ist das Öcher Schängche auf dem Weg zum Schloss, weil er eine neue Stelle als Küchenmeister antreten will. Im Wald trifft er auf den Klapperstorch und auf den Froschkönig, der ihm einen Zauberspruch verrät, der später wichtig werden wird... Auf dem Schloss tritt er seinen neuen Job an und trifft dabei auch sein Freundin „Jrete“ wieder. Schängche hat gekocht und der König ist etwas ratlos, ob das alles ihm und den Gästen schmecken wird. Er hat nämlich noch nie etwas von „Puttes“ und Ähnlichem gehört. Er vertraut aber darauf, dass Schängche ja für Kaiser Karl gekocht hat und das alles höchst köstlich sein wird...

Im Schloss herrscht unterdessen große Freude über die Geburt einer Prinzessin. Doch die böse Fee Schlampelpampel bringt dem Kind böse Wünsche. Von den sieben Bergen holt Schängche die gute Fee, diese kann die bösen Wünsche mildern. Alle Bewohner fallen in einen hundertjährigen Schlaf. Doch Schängche kann schließlich mit Hilfe es Zauberspruchs vom berühmten Froschkönig mit dem Prinzen in das Schloss eindringen...

Der künstlerische Leiter des Öcher Schängche, Otto Trebels, betont besonders die Ziele dieser Stücke neben dem Unterhaltungswert: Zum einen soll das Stabpuppenschaupiel erhalten werden und zum anderen ist wichtig die Pflege der Muttersprache „Öcher Platt“, die er als eine Form der Denkungsart der Aachener bezeichnet. Im Hochdeutschen ist das oft nicht so auszudrücken wie in der Mundart.

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