Doppelte Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag

Von: kaa
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Doppelte Gedenkveranstaltung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge: In der Aula Carolina traf das Orchester des St. Ursula Gymnasiums den richtigen Ton, auf dem Waldfriedhof fand die Kranzniederlegung durch die offiziellen Vertreter statt. Foto: Andreas Steindl
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Doppelte Gedenkveranstaltung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge: In der Aula Carolina traf das Orchester des St. Ursula Gymnasiums den richtigen Ton, auf dem Waldfriedhof fand die Kranzniederlegung durch die offiziellen Vertreter statt. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Seit 1952 wird in Deutschland, zwei Wochen vor dem ersten Adventssonntag, der Volkstrauertag begangen. Auch in Aachen gedachte man an diesem Sonntag der gefallenen Soldaten und Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen in der Aula Carolina.

Zu der Veranstaltung mit Beiträgen von Schülerinnen und Schülern des St.-Ursula-Gymnasiums, des Kaiser-Karls-Gymnasiums und der Tempelsingers hatte der Kreisverband des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge Städteregion Aachen eingeladen.

Europa spürt die Folgen

Wie wichtig es sei, sich an die Schreckensbilder der vergangenen Kriege und Konflikte zu erinnern, betonte der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck in seiner Rede zum Volkstrauertag. Die Schatten dieser Ereignisse reichten bis in die heutige Zeit, denn auch 2016 gebe es Opfer von Gewalt, Konflikten und Terror, steige die Zahl der Opfer seit einigen Jahren kontinuierlich an. Wieder beraubten blutige Konflikte Menschen ihrer Lebensgrundlage, zwängen sie zur Flucht.

Indirekt spüre auch Europa die Folgen dieser Konflikte. 20 Kriege führe die Statistik für das Jahr 2016 auf. Vor allem der Krieg in Syrien zeige durch die tägliche Medienberichterstattung das ganze Ausmaß des Schreckens: Menschen, die in zerbombten Städten eingekesselt und systematisch ausgehungert werden. Großmächte, die sich gegenseitig die Schuld am Leid der Menschen zuschieben. „Das Schicksal der Menschen muss endlich im Vordergrund stehen, nicht strategische Interessen“, mahnte von Hilsenbeck. Die aktuelle Lage mache nachdenklich. Auch im 21. Jahrhundert prägen Kriege und blutige Konflikte das Zeitgeschehen, verfallen Nationen zurück in Kleinstaaterei. Man fühle sich an Zeiten erinnert, von denen man glaubte, dass sie längst überwunden seien.

Hilsenbeck erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die europäische Einigung im festen Willen entstanden war, das Zeitalter des Krieges endgültig zu überwinden. Er mahnte dazu, an den Idealen Frieden, Menschlichkeit und Gerechtigkeit festzuhalten.

Auch Soldaten der Bundeswehr sind im Rahmen internationaler Einsätze in den Kriegsgebieten stationiert. Militärpfarrerin Elke Gericke erinnerte in ihrem Gebet an die 340 Soldatinnen und Soldaten, die seit 1995 in Bundeswehreinsätzen gefallen sind: „Sie mussten sterben, weil Frieden nicht gelingt.“ Sie brachte auch die Ängste und Sorgen zum Ausdruck, die in dieser Zeit viele Menschen bewegt: „Unsere demokratischen Werte sind in Gefahr. Wohin steuern die Staatschefs ihre Nationen“?

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung waren die Teilnehmer eingeladen, gemeinsam mit von Hilsenbeck, Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp und Oberst Carsten Brauner als neuer Standortältester der Bundeswehr und weiteren Vertretern der Bundeswehr am Hochkreuz auf dem Aachener Waldfriedhof an der Kranzniederlegung für die gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege und die Opfer von Gewaltherrschaft teilzunehmen. .

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