Doppelt royal hält besser: Carl Gustaf kommt auch

Von: Stefan Herrmann
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Tierische Vorfreude: Maskottchen Karli und die Stadtreiter fiebern dem CHIO vom 8. bis 17. Juli entgegen. Foto: Harald Krömer
Gustaf Silvia Schweden
Foto: dpa

Aachen. Doppelt royal hält besser: Die Gerüchteküche brodelte bereits seit einigen Tagen, am Dienstag dann verkündeten Stadt Aachen und Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) offiziell Vollzug und fügten dem CHIO 2016 gewissermaßen eine weitere exquisite Zutat bei: König Carl XVI. Gustaf von Schweden wird seine Gattin Silvia nach Aachen zum „Weltfest des Pferdesports“ begleiten.

Während Ihre Hoheit am Dienstag, 12. Juli, das Turnier im Rahmen einer großen Zeremonie im Springstadion offiziell eröffnet, wird ihr Ehemann gleich nebenan sitzen und das einzigartige Flair des international renommierten Reitsportspektakels in sich aufsaugen. Schon tags zuvor haben Aachener die Gelegenheit, das royale Paar hautnah zu erleben – und zwar vor dem Rathaus auf dem Marktplatz.

ESC-Gewinner Zelmerlöw singt

Nordeuropa ist dieser Tage einfach in! Begeisterten bis zuletzt noch die isländischen Kicker bei der Fußball-EM in Frankreich, darf sich Aachen nun auf schwedische Festtage par excellence freuen. Dass der CHIO traditionell für Spitzensport auf Weltklasseniveau steht, ist kein Geheimnis (siehe Bericht im Sport), längst hat sich aber auch das Rahmenprogramm des Turniers international einen Ruf als gesellschaftliches Event mit massig Glamour-Faktor erarbeitet. Der Glanz des Königspaar überstrahlt dieses Mal sicherlich alles. Doch ist bei Silvia und Carl Gustaf längst nicht Schluss.

Da wäre zum Beispiel noch Måns Zelmerlöw. Der 30-jährige Landsmann der blaublütigen Ehrengäste und ESC-Gewinner 2015 tritt im Rahmen der spektakulären Eröffnungsshow am Dienstagabend (ab 20.15 Uhr live im WDR) auf und verspricht nicht nur ein Augenschmaus zu werden – vor allem für weibliche Fans. Denn der sympathische Popstar wird auch zum Mikro greifen und einen Song in die Soers schmettern. Dazu entern Wikinger das Stadion, Pippi Langstrumpf macht sich die Öcher CHIO-Welt, wie sie ihr gefällt, und dazu gibt es – natürlich – jede Menge Pferde zu bestaunen. „Wir freuen uns riesig“, sprach dann auch ALRV-Vorstandsvorsitzender und Turnierdirektor Frank Kemperman am Dienstag allen Verantwortlichen aus der Seele.

Nach dem Ausnahmejahr 2015 mit Mini-„Weltfest des Pferdesports“ und Reit-EM sieht Michael Mronz sogar „110 Prozent CHIO“ im vollen Galopp auf die Besucher zukommen. Der Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH zieht dafür eine einfache Formel heran: „Nach dem CHIO ist vor Rio.“ Das heißt: Die Sportler werden in Aachen alles geben, um einen der begehrten Starterplätze für die olympischen Spiele in der brasilianischen Metropole zu ergattern.

Eine Goldmedaille hat sich das gigantische Drumherum in der Soers unterdessen längst verdient. Trotz erster Sommerferienwoche sollen am Mittwoch, 13. Juli, hunderte junge Reitsportfans beim „Kindertag“ das CHIO-Gelände entern, wie ALRV-Präsident Carl Meulenbergh am Dienstag verriet. Erstmals in Aachen wird im Rahmen des Turniers am Samstag, 16. Juli, die „Goldene Sportpyramide“ – eine Auszeichnung der Deutschen Sporthilfe – an Ausnahmegolfer Bernhard Langer verliehen. Und dann ist da selbstverständlich noch HGW. Dieses Kürzel kennt in Aachen einfach jeder, der es mit dem Reitsport hält. HGW, das steht für Hans Günter Winkler.

Die „Ikone“ (Mronz) wird in diesem Jahr, wenige Tage vor seinem 90. Geburtstag, mit einer großen Gala geehrt, die Gänsehaut verspricht. Los geht die Zeremonie für den erfolgreichsten Springreiter aller Zeiten am Samstag, 16. Juli, um 15 Uhr im Hauptstadion. Den filigranen Start der Turnierwoche legen aber auch in diesem Jahr ab Freitag, 8. Juli, die Voltigierer hin, gefolgt von „Pferd & Sinfonie“ (ausverkauft) und dem Soerser Sonntag, der ab 11.30 Uhr wie immer bei freiem Eintritt zum Bummel über das Turniergelände einlädt und mit einem bunten Show- und Infoprogramm aufwartet.

„Die ideale Besetzung“

Und so herrscht wenige Tage vor dem CHIO-Start beste Stimmung bei den Verantwortlichen von Stadt und ALRV. Nur an einer Stelle musste Meulenbergh dann doch Oberbürgermeister Marcel Philipp widersprechen. Der hatte zuvor ausgiebig die seit Jahren praktizierte exzellente Partnerschaft zwischen Stadt und CHIO gelobt, sein eigenes Pferdesport-Fachwissen aber als deutlich ausbaufähig eingestuft. „Der OB hat mehr Fachverstand, als er heute zugibt“, bezichtigte Meulenbergh Philipp mit einem Augenzwinkern der „Lüge“. Ganz ehrlich freuen sich OB und alle anderen aber auf den königlichen Auftakt. „Das wird eine Idealbesetzung auf der Rathaustreppe“, frohlockte Philipp. Dabei saß er in diesem Jahr bekanntermaßen bereits in Rom neben dem Papst.

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