Aachen - Doppelkopf spielen für den Kongo

Doppelkopf spielen für den Kongo

Von: Tim Habicht
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Tuenakoko, Mabanza und Liwaka sind drei von insgesamt 30 Kindern und Jugendlichen, die dank der tatkräftigen Hilfe des „Pro Kongo ya lobi“-Projektes eine gesicherte schulische Ausbildung in Kinshasa, der Hauptstadt der Demokratischen Republik (DR) Kongo, genießen dürfen.

Der Name des Projektes steht sinnbildlich für das Bemühen des Vereins. Übersetzt bedeutet er „für den Kongo von morgen“.

Und es heißt ja immer: Die Jugend ist die Zukunft eines Landes. Wir wissen, dass wir die Korruption und das Elend in der Republik Kongo nicht gänzlich bekämpfen können. Aber wenigstens können wir die Zukunft einiger Jugendlicher positiv beeinflussen“, sagt Willy Kuyitila, 2. Vorsitzender des Vereins, der selber aus der DR Kongo stammt und seit 1985 in Aachen lebt.

Die Situation in der DR Kongo ist alles andere als einfach. Es gibt keine Schulpflicht, das Schulgeld für einen Schüler kostet etwa 250 Euro jährlich. „Und dabei verdienen viele Menschen dort nur umgerechnet um die 50 Euro monatlich“, sagt Elisabeth Paul, 1. Vorsitzende von „Pro Kongo ya lobi“. Spenden diverser Firmen und Partnerschulen generieren zum einen Gelder und zum anderen Güter, wie etwa einen Rollstuhl für Liwaka oder Schulmaterial. Aber auch durch Sponsor-Doppelkopfturniere werden Spenden gesammelt.

Am Freitag, den 13. Dezember, ist es ausgerechnet zum 13. Mal wieder soweit: Auf dem Gut Hebscheid wird Doppelkopf gespielt. Rund 100 Spielerinnen und Spieler jeder Altersklasse werden erwartet. Die Startgebühr von zehn Euro kommt zu 100 Prozent der Partnerschule in Kinshasa mit ihren 30 Schülern zu Gute.

Aber warum ausgerechnet Geld sammeln durch ein Doppelkopfturnier? „Wir spielen alle einfach leidenschaftlich Doppelkopf“, gesteht Paul lachend. Initiiert wurde die Idee von Alois Poquett, Geschäftsführer der Wabe Aachen, von VIA Integration und eifriger Helfer und Spender bei „Pro Kongo ya lobi“. „Wir haben privat bei uns gespielt und das Geld am Ende dem Verein gespendet. So ist die Idee entstanden. Inzwischen organisieren wir vier Mal jährlich ein großes Doppelkopfturnier“, sagt Poquett. Bisher wurden so 7000 Euro erspielt.

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