Domspringen: Anlauf vor außergewöhnlicher Kulisse

Von: Annika Kasties
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Anlauf zwischen Dom und Rathaus: Beim Domspringen am 6. September gehen erneut erst die Frauen und dann die Männer an den Start. Foto: Harald Krömer
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Oberbürgermeister Marcel Philipp, Bundestrainer Jörn Elberding, NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider und Kai Meesters vom Veranstalter MMP erwarten eine einzigartige Atmosphäre (v.l.). Foto: Michael Jaspers

Aachen. Von diesem Stadion können andere Städte nur träumen, davon ist Jörn Elberding überzeugt. Dabei spricht der Bundestrainer der deutschen Stabhochspringer nicht etwa vom Aachener Tivoli oder dem benachbarten CHIO-Gelände in der Soers. Sondern von einem Platz, der eigentlich nur in Ausnahmefällen mit sportlichen Höchstleistungen in Verbindung gebracht wird – dem Katschhof.

Eine solche Ausnahmeveranstaltung findet erneut am Mittwoch, 6. September, statt. Dann nämlich wird die Elite des Stabhochsprungs beim 13. NetAachen-Domspringen auf dem Steg zwischen Dom und Rathaus Anlauf nehmen.

Der zurzeit fast schon von Großevents verwöhnte Aachener kann damit nach der Tour de France und dem CHIO bereits den nächsten sportlichen Höhepunkt ins Visier nehmen. Auf der Landkarte des Spitzensports sei Aachen mittlerweile eindeutig verortet, meinte Oberbürgermeister Marcel Philipp am Dienstag bei der Pressekonferenz. Und zwar weit über den Reitsport hinaus. Denn das Domspringen mit seiner „einzigartigen Atmosphäre“ lockt längst nicht mehr nur nationale Leichtathletik-Größen in die Kaiserstadt.

Mit dem US-Amerikaner Sam Kendricks und Pawel Wojciechowski aus Polen wird die Liste der gemeldeten Sportler nämlich von den zwei derzeit besten Stabhochspringern angeführt. „Sie wissen zu schätzen, wo es schön ist“, sagte dazu Andreas Schneider, Geschäftsführer des namensgebenden Hauptsponsors.

Auch Bundestrainer Elberding spricht von einem „außergewöhnlichen Meeting“ auf dem Katschof. „Es gibt viele Marktplatzspringen, doch kein anderes hat dieses Flair wie in Aachen.“ Beste Voraussetzungen also, um Topleistung abzuliefern. Einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu leisten auch die bis zu 5000 Zuschauer, die Jahr für Jahr zum Domspringen pilgern, um zu sehen, wie sich zunächst die Frauen und anschließend die Männer vor der außergewöhnlichen Kulisse mit dem Stab in die Höhe schwingen. „Die Athleten saugen diese Atmosphäre förmlich auf“, betonte Elberding.

Dass dabei vielleicht auch der ein oder andere Zuschauer dazu animiert wird, selbst zum Stab zu greifen, hofft indes Oberbürgermeister Marcel Philipp. Denn nicht nur die Stadt profitiere von der Aufmerksamkeit, die das Domspringen mit sich bringe, auch der Breitensport selbst werde dadurch gestärkt. „Die Vereine spüren sofort einen stärkeren Zulauf“, sagte Philipp über die Strahlkraft der Großveranstaltung.

Nicht nur deshalb sollte man auf Events dieser Größenordnung auch in Zeiten von Terrormeldungen nicht verzichten. „Mit jeder Veranstaltung, die wir trotzdem machen und die erfolgreich stattfindet, wird die Angst der Menschen kleiner“, ist Philipp überzeugt. Mit dem entsprechenden Sicherheitskonzept sollen sich die Zuschauer beim Domspringen vor allem auf eins konzentrieren: das Stadion, von dem andere Städte nur träumen können.

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