Domschätze erhalten Zuwachs

Von: Kristina Toussaint
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Sprung in die Gegenwart: Mit derSchale von Designer Andreas Gantenhammer (r.) wird die Ausstellung der Domschatzkammer erweitert - zur Freude von Dompropst Manfred von Holtum. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Besucher der Kaiserstadt haben sich bislang vor allem in die kühlen Gewölbe der Domschatzkammer begeben, um bedeutende Kirchenschätze aus vergangenen Epochen zu bewundern. Zu den über 100Exponaten aus der Geschichte des Aachener Doms gesellt sich nun jedoch auch ein Kunstwerk aus der heutigen Zeit: die goldene Bronzeschale „tect-o doré“.

„Es tut Schatzkammer und Dom gut, wenn wir den Sprung in die Gegenwart wagen und auch moderne Exponate ausstellen“, so Dompropst Manfred von Holtum bei der Übergabe der Schale durch Designer Andreas Gantenhammer. In einer vorbereiteten Vitrine findet tect-o doré einen perfekt ausgeleuchteten Ehrenplatz gleich am Anfang des Austellungsrundgangs durch die Schatzkammer. Holstum und Gantenhammer sind sich einig, dass das moderne Exponat hier einen würdigen Rahmen findet. „Es ist uns eine große Ehre, dass unsere Objektschale in diesem historischen Umfeld einen Platz erhält“, so der Designer.

Gantenhammer, dessen in Meerbusch ansässige Designagentur bereits bedeutende Preise der Branche erhalten hat, erläutert, dass die Gitterstruktur der Schale nicht zufällig gewählt wurde. Die einzelnen Streben sind untereinander in einem stabilen Netzwerk verbunden, hierin spiegelt sich das Moderne des Kunstwerkes wider.

Dompropst Holtum zieht die Verbindung zu Kirchengemeinde und Dom: Wie die mit 24-karätigem Feingold überzogene Schale ist auch unser menschliches Netzwerk sehr kostbar. Jeder Einzelne ist wertvoll für das Gesamte, so wie jede einzelne Strebe der Schale – tect-o doré als Darstellung der bergenden Hände, die den Menschen innerhalb des Netzwerkes Schutz bietet.

Das in der Domschatzkammer ausgestellte Exemplar gehört zu einer limitierten Anzahl von Objektschalen, die in einer Kölner Kunstgießerei nach traditioneller Gusstechnik hergestellt wurden. Aus purer Bronze gegossen, besitzt jede tect-o doré eine in Handarbeit entstandene individuelle Oberflächenstruktur und einen Goldüberzug. Die moderne Ergänzung der Domschätze ist seit diesem Donnerstag zunächst für drei Monate in der Schatzkammer zu besichtigen.

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