Dompropst Poqué sagt auf Wiedersehen

Von: Carolin Cremer-Kruff
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Abschiedsgottesdienst für einen großen Kirchenmann: Bischof Heinrich Mussinghoff dankte Helmut Poqué (links). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Es wird nicht sein letztes „Vater unser“ gewesen sein und auch nicht sein letztes „Amen“ – als Dompropst jedoch sehr wohl. In dieser Funktion wurde Monsignore Helmut Poqué nach achtjähriger Dienstzeit am Sonntagvormittag mit einem feierlichen Pontifikalamt im Dom verabschiedet – auch wenn er dieses Amt offiziell noch bis zum 30. September bekleidet.

Der Grund für sein Abtreten liegt in der Natur der Sache: Mit 75 Jahren hat er die Altersgrenze für dieses Amt erreicht. Seine Verabschiedung wurde von einem bewegten Jahr für das Bistum Aachen gerahmt: Die 1200-Jahr-Feier des Todes Kaiser Karls des Großen, die Heiligtumsfahrt und das 600-jährige Jubiläum der Chorhalle. Viele Gäste begleiteten die glanzvolle Verabschiedungszeremonie.

Hauptzelebrant Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff, welcher Poqué damals in sein Amt als Dompropst eingeführt hatte, erinnerte in seiner Predigt nicht nur an die Verdienste Poqués um das Bistum Aachen, sondern ließ auch die Lebensstationen des Geistlichen Revue passieren.

1939 in Aachen geboren, empfing der heute 75-Jährige am 23. Juli 1966 in Krefeld die Priesterweihe und arbeitete zunächst als Kaplan und als Lehrer für katholische Religion und Philosophie. Von 1979 bis 2004 übernahm er die Tätigkeit als Regens des Priesterseminars des Bistums Aachen. „Mit 25 Jahren sind Sie in Deutschland wohl der Regens mit den meisten Dienstjahren“, mutmaßte Mussinghoff. Zudem übernahm Poqué die Aufgabe des Administrators der Aachener Pfarren St. Andreas, St. Foillan, St. Paul, St. Adalbert, St. Marien, St. Peter und Heilig Geist, engagierte sich in der Pfarrseelsorge und unterstützte die Liturgiekommission und den Priesterrat des Bistums.

Als „Hausherr“ hat sich Poqué zudem stets „um Verwaltung und Erhaltung der Domkirche, um die Pflege der Liturgie und Musik und ihrer kulturellen Ausstrahlung beherzt angenommen“. Ordentliche Planung, zeitliche Genauigkeit und exakte Durchführung gehörten zu den obersten Prinzipien Poqués, so resümierte Mussinghoff. Er betonte aber auch, dass ihm bei allem Ordnungssinn der Blick für das Menschliche nicht verlorengegangen sei. „Sie kennen den größten Teil unserer Priester persönlich“, lobte Mussinghoff.

Bei einem anschließenden Empfang in der Domsingschule ergriff Poqué auch selbst das Wort, insbesondere, um all den Menschen zu danken, die ihn auf seinem bisherigen Lebensweg unterstützt haben. Seine Jahre als Dompropst bezeichnete er als spannende und schöne Zeit und betonte, dass der Dom das Eigentum aller sei.

Das Motto der diesjährigen Heiligtumsfahrt „Glaube in Bewegung“ diene ihm zugleich als Wegweiser für sein weiteres Leben, wie er verriet: „Ich bin selber auch in Bewegung; und trotzdem bin ich, ich sage es nicht als Drohung, sesshaft in diesem Dombereich.“ Stellvertretend für Oberbürgermeister Marcel Philipp dankte Bürgermeisterin Dr. Margrethe Schmeer im Namen der Stadt für die langen Jahre einer sehr intensiven und glücklichen Zusammenarbeit.

Bis ein Nachfolger ernannt ist, wird Monsignore Hans-Günter Vienken als dienstältester residierender Domkapitular den Dompropst vertreten.

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