Domizil der RWTH-Geisteswissenschaftler wird aufwendig saniert

Von: mh
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Kunst am Bau: Hinter dem riesigen Gerüst am denkmalgeschützten Sitz der Philosophischen Fakultät sind die Handwerker eifrig zugange. Die Fassade des 124 Jahre alten Gebäudes wird mit viel Aufwand restauriert. Foto: Jaspers, Herrmann
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Kunst am Bau: Hinter dem riesigen Gerüst am denkmalgeschützten Sitz der Philosophischen Fakultät sind die Handwerker eifrig zugange. Die Fassade des 124 Jahre alten Gebäudes wird mit viel Aufwand restauriert. Foto: Jaspers, Herrmann

Aachen. „Sanierung im laufenden Betrieb“ heißt die Devise derzeit im, besser: am denkmalgeschützten Gebäude der RWTH in der Kármánstraße. Daran ändert natürlich auch die Tatsache nichts, dass das heutige Domizil der Philosophischen Fakultät bereits seit 124 Jahren an Ort und Stelle zu bewundern ist. Damit das so bleibt, wird es seit einiger Zeit mit viel Aufwand restauriert.

Rund drei Millionen Euro investiert der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes in die umfassende Erneuerung der kunstvoll gestalteten Fassade. Dass das Projekt derart kostspielig wird, erklärt Tim Irion von der Pressestelle des BLB in Düsseldorf damit, dass der größte Teil der Restaurierung an der Ornamentik – insbesondere am Zierfries aus Naturstein, der sich unter der Dachkante entlangzieht – in Handarbeit erfolgen muss.

Die Holzfenster müssen zudem ausgebaut und ebenfalls Stück für Stück saniert werden. Auch das Flachdach muss komplett neu abgedichtet werden. Die zahlreichen historischen Natursteinelemente wurden mehrfach gereinigt und genau unter die Lupe genommen, um sie im Bedarfsfall durch maßgeschneiderte Nachbildungen zu ersetzen, erklärt Irion. Anfang September, also einen runden Monat vor Beginn des Herbstsemesters, soll die Aktion abgeschlossen sein.

Das Gebäude neben dem in den 1960er Jahren errichteten großen Kármán-Auditorium (das ebenfalls unter Denkmalschutz steht) wurde 1893 von Stadtbaumeister Joseph Laurent geschaffen. Damals hieß die Kármánstraße noch Vinzenzstraße. Zunächst beherbergte es das Hindenburggymnasium, das nach dem Zweiten Weltkrieg den Namen eines anderen großen Baumeisters der Stadt adaptierte und seither Couven-Gymnasium heißt. Im Jahr 1965 zog die Schule an die Lütticher Straße um.

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