Aachen - Domansichten bis hin zum Nagekäfer

Domansichten bis hin zum Nagekäfer

Von: Kathrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:
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Laden ins Welterbe Dom: von links Dombaumeister Helmut Maintz, Dompropst Helmut Poqué sowie Gabriele Philipp und Werner Schlösser von „aachen tourist“. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Er ist das Wahrzeichen der Stadt und eines der bedeutendsten Bauwerke Europas – der Aachener Dom. Jüngst schaffte es die über 1000 Jahre alte Kathedrale bei einer Umfrage der Deutschen Zentrale für Tourismus gar auf den 34. Platz.

Schon ganz ordentlich, wie Dompropst Helmut Poqué findet und schmunzelnd hinzufügt, dass man andere Sehenswürdigkeiten wie die Rüdesheimer Drosselgasse (Platz 53) und die Hamburger Reeperbahn (Platz 58) weit hinter sich gelassen habe. „Der Dom ist Mittelpunkt des touristischen Marketings und die Sehenswürdigkeit der Stadt“, bekräftigt auch Werner Schlösser vom Aachener Tourist-Service.

Froh über Terminierung

Und der Aachener Dom ist auch das erste Weltkulturerbe Deutschlands, das 1978 in die Unesco-Liste aufgenommen wurde. Damit begeht der Dom in diesem Jahr auch ein kleines rundes Jubiläum, das 35., das im Rahmen des Unesco-Welterbetages am 2. Juni ein wenig gefeiert werden soll. „35 Jahre ist schon was“, sagt Dombaumeister Helmut Maintz und ist froh, dass das Jubiläum nicht in den allgemeinen Feierlichkeiten rund um die Heiligtumsfahrt im kommenden Jahr untergeht.

Seit 25 Jahren wird an jedem ersten Sonntag im Juni der Welterbetag gefeiert. Gemeinsam mit dem Tourist-Service hat das Domkapitel ein Programm zusammengestellt, das den Dom in all seinen Facetten zeigt. So ist er in der Zeit von 13 bis 19 Uhr in weiten Teilen geöffnet. Auch die Chorhalle, die Kapellen und die Empore mit dem Karlsthron sind in dieser Zeit für Besucher zugänglich. Seit Abschluss der Restaurierungsarbeiten des Deckenmosaiks ist der Dom innen weitgehend saniert und kann seine Pracht entfalten. Bei allem Glanz hofft Helmut Maintz, dass Besucher hinter dem Bauwerk auch die theologische Botschaft sehen.

Für Kinder werden ab 13 Uhr stündlich eigene Führungen mit den neuen Kinderführern angeboten. Aboplus-Kunden können außerdem in den Genuss einer Führung durch den Dachstuhl der Nikolauskapelle kommen, die Dombaumeister ab 13 Uhr zur vollen Stunde durchführen wird (siehe Zusatzbox). Eine gesonderte Ausstellung in der Taufkapelle zeigt „grafische Skizzen des Prager Pulverturms“. Die Domschatzkammer kann bei freiem Eintritt besichtigt werden. Im Domhof gibt es neben kulinarischen Angeboten für Besucher die Möglichkeit, sich ein kleines Souvenir aus dem Blei der Dacheindeckung der Nikolauskapelle selbst herzustellen. Und auch Souvenirs aus dem Holz der alten Dachstuhlbalken aus der Nikolauskapelle soll es geben. Mit Laufgängen des Nagekäfers, jedoch ohne lebende Exemplare. Die Aachen-Tourist-Information ist mit einem Infozelt vertreten, wo Besucher sich auch für die Führungen anmelden können. Zum Weltkulturerbe gehören nicht nur der Dom und seine Kunstschätze, sondern auch eine bauliche Pufferzone zum Schutz des Denkmals. Ihre Bedeutung und ihren Verlauf erläutert Monika Krücken, Leiterin des Aachener Amtes für Denkmalpflege, in einem Vortag um 14 Uhr in der Dominformation. Für das fachlich interessierte Publikum stehen dort außerdem Vorträge über die Pfalzenforschung in bauhistorischer und archäologischer Sicht auf dem Programm.

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