„Dom im Licht“: 40 Lautsprecher und acht Beamer

Von: Katharina Redanz
Letzte Aktualisierung:
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40 Lautsprecher, 3 Leinwände, 8 Beamer und mehrere Kilometer Kabel auf dem Katschhof: Viel Technik für „Dom im Licht“.
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Hat alle Hände voll zu tun: Veranstalter Kurt Savelsberg.

Aachen. Seit zwei Jahren ist die Veranstaltung in Planung, jetzt endlich ist es soweit: Der Aachener Dom wird mit einzigartiger Lichtkunst bestrahlt, dazu gibt es Musik aus dem Dom.

40 Lautsprecher auf zwei zwölf Meter hohen Türmen sorgen am heutigen Freitagabend für beste Tonqualität – insgesamt 140.000 Watt. „Das ist ganz schön viel, wir brauchen das für eine gute Qualität“, erklärt Veranstalter Kurt Savelsberg, „aber keine Sorge, so laut wie bei einem Rockkonzert wird es nicht“. Es werde schließlich Kirchenmusik gespielt - und zwar live: „Das ist europaweit einmalig“, so Savelsberg. Es singen unter anderem der Aachener Domchor und der Mädchenchor am Aachener Dom.

Auf drei Leinwänden werden die Musiker dann live aus dem Dom auf den Katschhof übertragen. „Natürlich wäre es schön, wenn die Musik auch direkt hier draußen wäre“, sagt der Tonverantwortliche Pedro Steegmans, „das geht aber wegen der Akustik hier nicht so gut“. Außerdem sei es nicht so leicht, die Orgel „durch die Domtür zu tragen“, sagt er und lacht.

Da sei es schon leichter, mehrere Kilometer Kabel zu verlegen –auch wenn das eine gewisse Zeit dauere. Mit Donnerstag und Freitag sind zwei Tage für den Aufbau eingeplant, insgesamt arbeiten knapp 20 Mann – schließlich sind neben der Technik für die Live-Übertragung aus dem Dom auch noch acht Beamer zu installieren, die für die Bestrahlung des Doms, das sogenannte Video-Mapping, zuständig sind.

„Eigentlich wollten wir mit sieben Beamern arbeiten“, sagt Savelsberg, im letzten Moment hätten sie sich aber dazu entschlossen, die Domspitze auch noch zu beleuchten. „Aber wir halten nicht einfach nur ‘nen Scheinwerfer auf die Kirche“, sagt er: Beim Video-Mapping arbeiteten alle Beamer miteinander, sodass sich ein stimmiges und vor allem buntes Bild ergibt. „Die Schwierigkeit liegt hier darin, dass wir ja mit dem Licht den gesamten Katschhof überbrücken müssen“, erklärt Savelsberg. Immerhin stolze 116 Meter.

„Das wird eine schöne Angelegenheit für Aachen“, sagt Savelsberg. Er wolle mit der Veranstaltung gerade junge Leute ansprechen, um ihnen Kirchenmusik und Kirche zugänglich zu machen: „Mein größter Wunsch ist, dass der Dom sonntags voll ist“, so der Veranstalter, schließlich gebe es die Musik, die bei „Dom im Licht“ gespielt werde, dort jede Woche - ebenfalls live und kostenlos.

Er rechnet mit rund 3500 Besuchern. Seine größte Sorge – schlechtes Wetter – ist unbegründet. Auch der ehemalige Dompropst Helmut Poqué habe ihm versichert, „er habe da mit jemanden gesprochen und das geklärt.“ Ob es „Dom im Licht“ noch einmal geben wird, weiß er noch nicht. Los geht es am Freitag bei freiem Eintritt um 20.30 Uhr.

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