Aachen - Diskussion um Kita-Außengelände „Mittendrin“

Diskussion um Kita-Außengelände „Mittendrin“

Von: Kathrin Albrecht
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Aachen. Gut besucht war die letzte Sitzung des Planungsausschusses vor den Sommerferien am Donnerstag. Denn nicht nur Politiker und Verwaltung waren da, sondern auch gut 20 Vertreterinnen und Vertreter des Elternrates und Erzieherinnen der Arbeiterwohlfahrt-Kindertagesstätte „Mittendrin“ an der Goerdelerstraße.

Schließlich ging es im Ausschuss um die höchst umstritten Frage, ob der Kita ihr Außengelände „zerschnitten“ und verkleinert wird. Der vorliegende Bebauungsplan sieht für das ehemalige Finanzamts-Gelände einen Weg vor, der das „Kronprinzenquartier“ – so der Name des Neubaugebiets, das dort entstehen soll – mit dem Frankenberger Viertel verbindet. Dieser Weg beschneidet allerdings das Außengelände der Kita, was Eltern und Erzieherinnen nicht hinnehmen möchten. Bereits am Dienstag hatten sie den Kinder- und Jugendausschuss besucht. Auch dem Planungsausschuss haben sie nun ihre Bedenken geschildert.

Wie zuvor die Mitglieder des Kinder und Jugendausschusses äußerten die Mitglieder des Planungsausschusses Verständnis für die Sorgen, betonten jedoch fast durchweg die Wichtigkeit dieses Weges. „Die Verbindung ist unabdingbar“, so Michael Rau (Grüne). Er ermögliche einen sicheren Zugang zum Quartier, von dem vor allem auch Familien profitierten, die das neue Quartier bezögen. Dieser Sicht schlossen sich Norbert Plum (SPD), Klaus Vossen (FDP) und Maike Schlick (CDU) an. Vossen betonte, der Weg sei nicht nur eine Aufwertung für das Frankenberger Viertel, sondern auch für Rothe Erde. Die Eingabe von Andreas Müller (Die Linke), einen alternativen Bebauungsplan zu erarbeiten, in dem ein Privatweg als Verbindung genutzt würde, fand keine Zustimmung. Man wolle den Prozess durch neue Pläne nicht weiter verzögern, so Plum und Schlick. Außerdem dürfe ein Privatweg nicht in ein Offenlegungsverfahren mit einbezogen werden, so Dezernentin Gisela Nacken. Es sei aber im Rahmen des weiteren Verfahrens möglich, mit dem Eigentümer zu sprechen, ob hier eine alternative Lösung machbar sei.

Der Bebauungsplan geht Anfang August in die Offenlage. Die Eltern haben dann die Möglichkeit, ihre Vorschläge und Bedenken einzubringen. Ausschussvorsitzender Harald Baal betonte in Richtung der Gäste: „Entschieden ist damit nichts, wir versuchen, auf diesem Weg zu einer guten Lösung zu kommen.“

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