Aachen - „Diploma“ der FH: Elastisches Denken in neuen Formen

„Diploma“ der FH: Elastisches Denken in neuen Formen

Von: Jessica Jumpertz
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Für Menschen mit Handicap: Jessica Castor (Stroll & Roll) hat einen innovativen Rollator konzipiert. Foto: Andreas Steindl
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Platz sparender Stuhl: Timo Spellekens Projekt "Heureka". Foto: Andreas Steindl

Aachen. Filme über verschiedenste Themen, ein System, mit dem Ozeane gereinigt werden sollen, eine Aufbewahrungsmöglichkeit für Gaming-Zubehör oder mitwachsende Tische für Schüler – der Kreativität sind bei der „Diploma“- Ausstellung der FH Aachen keine Grenzen gesetzt.

33 Bachelorabsolventen und eine Masterabsolventin der Studiengänge Kommunikations- und Produktdesign stellen am Freitag und Samstag ihre Abschlussarbeiten in der FH.

Die Ausstellung zeigt ein breites Spektrum an verschiedenen Interessen, Ideen und Themen. „Wir sind selber immer wieder erstaunt, wie viele Themen neu entstehen“, sagte Prof. Clemens Stübner, Prodekan des Fachbereichs Gestaltung. Stübner zeigte sich begeistert von der Vielfalt der Projekte. „Ich glaube, was wir generieren, ist ein sehr elastisches und vielseitiges Denken“, erklärte er.

So beschäftigte sich Valerie Kemper beispielsweise in ihrem Abschlussprojekt damit, ein Nachschlagewerk für Grünflächenpatenschaften zu entwickeln. Ergebnis ihres Projektes ist ein dickes Buch mit dem Titel „Grünstädtisch“, das dokumentarische Fotografien von Grünstreifen zeigt, so wie Illustrationen von Pflanzen, die sich für Grünflächen besonders gut eignen und Tieren, die sich in diesen Grünflächen aufhalten. „Das Nachschlagewerk soll umfassend informieren und dazu motivieren, Patenschaften zu übernehmen“, erklärte die Bachelorabsolventin Kommunikationsdesign.

Ihr war aufgefallen, dass viele Grünstreifen in keinem guten Zustand sind und dass es viel Eigeninitiative braucht, um an Informationen über Patenschaften zu gelangen. „Das Buch will sensibilisieren und Wissen vermitteln“, erklärte sie weiter. Und das eben nicht nur an bereits erfahrene Gärtner, sondern auch an Neueinsteiger. „Ich finde, das ist ein Thema, dass grade angesichts des Klimawandels mehr beworben werden müsste“.

Ein anderes Thema, das ebenfalls in unserem Alltag Platz findet, mit dem man sich aber trotzdem nicht ständig beschäftigt, ist das dynamische Sitzen. Lukas Eitelgörge entwickelte einen Stuhl, der durchgängig ein aktives Sitzen ermöglicht. Der Fuß des Stuhls pendelt nach vorne und hinten, was eine aktivere Sitzhaltung erfordert und dafür sorgt, dass die Person, die den Stuhl nutzt, ständig unbewusst hin und her schaukelt. „Im Grunde genommen ist uns das Bewusstsein verloren gegangen, dass wir uns bewegen müssen“, erklärte der Bachelorabsolvent Produktdesign. Die Sitzfläche hat die Form eines Sattels, da man gerader sitzt, wenn man die Beine etwas auseinander stellt.

Diese Entscheidung war nur eine von vielen, die in den Prozess eingeflossen sind. So hat der Stuhl auch keine Rückenlehne, damit man sich beim Sitzen nicht dagegen lehnen kann.„Ich hoffe, dass sich alle Leute, die sich das intensiver angucken, Gedanken darüber machen“, sagte Eitelgörge im Bezug auf ein bewusstes Sitzverhalten.

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