Aachen - „Diploma 2012”: Mal Butterdose, mal Suppentasse

„Diploma 2012”: Mal Butterdose, mal Suppentasse

Von: Laura Hentz
Letzte Aktualisierung:
Spannende Diplomarbeiten an de
Spannende Diplomarbeiten an der FH: Kai Orkisz hat eine Honda „Monkey” als „E Monkey” Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Gute Noten sind für die Designstudenten der FH Aachen nicht so entscheidend - kreative Ideen und innovative Projekte dafür umso mehr. Deshalb präsentieren die Absolventen in den Bereichen Produkt- und Kommunikationsdesign ihre Abschlussarbeiten bei der Diploma 2012.

Dabei sind 20 ganz unterschiedliche Projekte entstanden: Beidseitig nutzbare Porzellanteile, die mal als Butterdose, mal als Suppentasse genutzt werden können; eine moderne Neuinterpretation eines Minibikes aus den 60er Jahren, elektrisch betrieben mit narbenlosen Rädern oder die Internetplattform WeThe.Net, auf der jeder seine Meinung äußern kann und ausgewählte Statements dann auf Plakate gedruckt werden.

Professor Karel Boonzaaijer, der einige der Projekte betreut hat, zeigt sich begeistert von den Resultaten und betont, dass große Ideen nicht immer so riesig daherkommen, sondern oft im Kleinen entstehen: „Man sieht, dass eine Revolution nicht immer eine große Sache ist.”

Das trifft auch auf Janina Ungemachs Projekt „Ferdinand+” zu. An ihrem Stand sind Kunststoffbrillen in allen Formen und Farben angebracht. Doch noch vielfältiger als die Brillenmodelle sind die Gesichter, die Position von Nasen und Ohren der Brillenträger.

Während ihres Praxissemesters bei der Firma „Framers” wurde Ungemach auf die Marktlücke aufmerksam: „Es war der Wunsch vieler Optiker, gerade auch Acetatbrillen verstellen zu können.” Deshalb entwarf sie ein stufen- und schraubloses Brillengelenk, das es ermöglicht, Front und Bügel einer Brille um bis zu fünf Grad nach oben und unten zu verstellen. Die innovative Idee konnte Ungemach sogar bereits patentieren.

Jann de Vries schöpfte die Idee für seine Arbeit „Teezeit” beim Einkaufen. Er schaute in einem Teegeschäft vorbei und war überzeugt: Der Laden braucht ein neues Image.

Kurzerhand entwarf er ein neues visuelles Konzept, mit dem er die Inhaber überzeugen will. Clean, weiß, sachlich setzt er Tee als Importware in Szene. Ein bewusster Gegenansatz zum gängigen Image des Produkts.

Und das ist gern gesehen wie Dekanin Professor Ilka Helmig, erklärt: „Es ist wichtig für die Studenten, Dinge anders zu begreifen und den Mut zu einer anderen Auffassung zu haben.” Die Exponate können heute von 11 bis 18 Uhr im Fachbereich Gestaltung, Boxgraben 100, besichtigt werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert