Digitale Vernetzung verändert Wirtschaft massiv

Von: red
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Spricht von enormen Herausforderungen: FIR-Direktor Günther Schuh. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Die digitale Vernetzung der Industrie ist ein Megatrend, der die Wirtschaft in den kommenden Jahren massiv verändern wird“, betont der Direktor des Forschungsinstituts für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen, Professor Günther Schuh. Diese Aussage verdeutlicht, dass Unternehmen vor einer bedeutenden und tiefgreifenden Veränderung stehen, welche gleichzeitig neben dem Ziel der Identifikation von Potenzialen zur Effizienzsteigerung auch enorme Herausforderungen bereithält.

Im Zeitalter der voranschreitenden Digitalisierung sowie vor dem Kontext von Industrie 4.0 – auch vierte industrielle Revolution genannt – steht bei Unternehmen besonders die Thematik der vollkommenen Transparenz und der digitalen Vernetzung der gesamten Produktion im Fokus. Zur Realisierung dieser gläsernen Produktion ist die Integration von innovativen, digitalen und automatisierten Lösungen für die Erfassung aller relevanten Informationen und Daten direkt aus der Produktion nötig.

Das Problem: Ein Mangel an Transparenz und Konnektivität unterschiedlicher Lösungen entsteht besonders dann, wenn nicht alle benötigten Informationen in ausreichender Qualität zur richtigen Zeit zur Verfügung stehen. Die angestrebte Informationstransparenz über alle Bereiche einer solchen „Smart Factory“ ist dabei die Grundlage für eine effiziente und wirtschaftliche Produktion.

Genau diesen zeitgemäßen Aufgabenstellungen widmet sich intensiv das FIR als branchenübergreifende Forschungseinrichtung an der RWTH Aachen auf dem Gebiet der Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung. Für einen direkten Transfer der Ergebnisse aus Forschung und Praxis veranstaltet das FIR bereits zum 23. Mal die Aachener ERP-Tage, welche in diesem Jahr unter dem Motto „Planung und Regelung 4.0 – Das Zusammenwachsen von ERP und MES“ stattfinden.

Stärken in der Feinplanung

„Hinter digitalen Prozessen stehen immer häufiger mächtige Softwarelösungen mit einer sehr hohen Durchdringung in nahezu allen Unternehmensbereichen“, bestätigt Professor Volker Stich, Geschäftsführer des FIR. Enterprise-Resource-Planning(ERP)-Systeme haben mittlerweile Einzug in nahezu jegliche Art von Unternehmen gehalten. Jedoch bietet ein Großteil der Lösungen zur Planung und Steuerung der Produktion lediglich oberflächliche Unterstützung und sind als alleinige Lösung den heutigen Anforderungen, unter anderem in der Produktions(fein)planung, nicht mehr gewachsen.

Eine entscheidende Rolle nehmen an dieser Stelle Manufacturing-Execution-Systeme (MES) ein. Die Stärken liegen vor allem in der Feinplanung und -steuerung, die aufgrund der – unter anderem durch voranschreitende Digitalisierung – ansteigenden Datenvielfalt an Detailtiefe zunehmen. Somit stellt die Kombination aus ERP und MES einen sinnvollen Schritt zur Optimierung der Produktionsplanung dar.

„Die Aachener ERP-Tage bieten auch 2016 im Cluster Smart Logistik mit der bewährten Kombination aus vorgelagertem Praxistag (14. Juni), Fachtagung und Ausstellerforum (15. und 16. Juni) ein kompaktes Leistungspaket im Bereich Produktions- und Logistikoptimierung“, verspricht der für die Veranstaltung verantwortliche Bereichsleiter des Produktionsmanagements am FIR, Jan Reschke.

Herzstück der überregionalen Veranstaltung bildet dabei die Fachtagung. Hier liefern Experten aus Industrie und Wissenschaft in Form von Fachvorträgen eine Vielzahl wichtiger Impulse zu aktuellen Fragestellungen, Lösungsansätzen und Best Practices. Das parallel stattfindende Ausstellerforum ist zudem eine der größten ERP-Fachmessen im deutschsprachigen Raum. Zusätzlich bietet die Veranstaltung exklusive Einblicke in die direkt angeschlossene Demonstrationsfabrik Aachen (DFA) mit Lösungsansätzen rund um das Thema Industrie 4.0.

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