Dieter Böse möchte mit Platt-Liedern neue Kreise für die Mundart gewinnen

Von: Gerd Simons
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Aachen. „Wir wollen das Öcher Platt unter die Leute bringen!“ Unter diesem Leitsatz von Manfred Birmans, Vorsitzender des Öcher Platt Vereins, finden einmal monatlich im Stauferkeller im Haus Löwenstein am Markt Live-Konzerte von Aachener Musikern statt.

Live, in Mundart und authentisch – das sind die Voraussetzungen, die der Öcher Platt Verein an die Musiker stellt. Am Dienstag, 25. April, heißt es in dem urgemütlichen Keller ab 19 Uhr Vorhang auf für Böse mal anders.

Seit mehr als drei Dekaden ist Dieter Böse, der Öcher Singer/Songwriter mit der ergrauten Löwenmähne, in Aachen und der Städteregion Aachen unterwegs, um die Zuhörer zu missionieren. „Ich möchte den Leuten mit meinen Liedern beweisen, dass Öcher Platt mehr ist, als thematisch über den Dom, Kaiser Karl und Heimat zu singen“, holt Dieter Böse weit aus.

Die Kölner Gruppen seien mal wieder ein Beweis dafür, dass auch alltägliche Dinge, wie Liebe, Tod oder das Kneipensterben, das er in seinem Song „Asyl“ besingt, in Mundart transportiert werden können. „Wir müssen neue Wege einschlagen, um die Fangemeinde unserer Muttersprache zu verjüngen“, sieht sich Dieter Böse mit seiner Band Böse mal anders auf einem guten Weg.

Mit dem ersten Album, das vor rund zwei Jahren veröffentlicht wurde, schafften Dieter Böse & Co. perfekt den Spagat zwischen den Generationen und sprachen Jung und Alt in gleichem Maße an. War er vor Jahren noch voll elektrisiert und laut unterwegs, dominieren jetzt die akustischen und leiseren Töne.

Je nach Anlass ist der 66-Jährige im Duo, Trio oder mit seinem Quartett unterwegs. In den Stauferkeller kommt Dieter Böse mit Salvatore ‚Salli‘ Camiola, der ihn auf der Gitarre begleitet. Camiola war weit über drei Jahrzehnte als Profi unterwegs, hat die großen Stars der Schlagerszene auf Tournee oder bei TV-Aufzeichnungen begleitet. Neben Camiola gehören noch Oliver Lutter (Schlagzeug) und Bassist Adi Zehnpfennig zur Stammbesetzung von Böse mal anders.

Dieter Böse ist ein Kreativzentrum, das ständig neue Songs schreibt. Von normal über sozialkritisch bis hin zu lustig reicht die Palette seine Texte. Er ist vor allem ein echter Öcher, dem seine Heimat wichtig ist und über die er singt und schreibt. Einen – wenn man denn so will – Makel hat er allerdings: Dieter Böses Fußballherz schlägt nicht für die Alemannia, sondern für die Münchener Löwen.

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