Kornelimünster - Dieses Projekt lässt Grenzen Europas fallen

Dieses Projekt lässt Grenzen Europas fallen

Von: Andre Schaefer
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„Hos geldiniz” - willkommen in Kornelimünster: die Verantwortlichen des Projektes mit den beiden Organisatorinnen Katharina Warzecha und Uta Steinel-Schrenk (vorne 1. und 2. von links).

Kornelimünster. Ein großes Leinentuch fällt beim Betreten der Aula des Inda-Gymnasiums in Kornelimünster direkt ins Auge. Darauf geschrieben steht in bunten Farben: „Bienvenue”, „Bienvenido” oder „Hos geldiniz”. Auf Französisch, Spanisch und Türkisch heißt das ganz einfach: „Herzlich Willkommen!”

Aus gutem Grund zeigt sich das Gymnasium derzeit sprachlich vielfältig, denn gleich fünf Partnerschulen aus vier Ländern sind eine Woche zu Besuch am Inda, das sich seit einigen Monaten als Comenius-Schule bezeichnen darf.

Mit dem Comenius Programm soll vor allem die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Schulen und Schulformen innerhalb der Europäischen Union gefördert werden.

Mit anderen Worten: Ein multilateraler Schüleraustausch. „Wir freuen uns sehr darüber, ein Teil dieses Programms sein zu dürfen. Das Comenius Projekt bietet den Schülern eine einzigartige Möglichkeit, neben dem Erlernen mehrere Fremdsprachen auch ein besseres Verständnis für die Vielfalt der europäischen Kulturen zu gewinnen”, sagt Koordinatorin Uta Steinel-Schrenk, die mit ihren Kollegen Katharina Warzecha und Markus Minklai für das Projekt seitens des Inda-Gymnasiums verantwortlich ist.

Insgesamt fünf Schulen aus Frankreich, Italien, Spanien und der Türkei nehmen mit der deutschen Schule an dem Projekt teil, das von der Europäischen Kommission finanziert wird. Zwei Jahre dauert der große Schüleraustausch, bei dem jede Schule einmal ihre Gastfreundlichkeit unter Beweis stellen darf. Nachdem man im Herbst 2009 eine Woche beim französischen Partner in Orgon zu Gast war, traf man sich letzte Woche erstmals wieder - diesmal in Kornelimünster. So veranstaltete das Inda-Gymnasium am Samstag eine offizielle Begrüßungsfeier, bei der man insgesamt 46 Schüler aus den verschiedenen Partnerländern empfangen durfte.

Alle sechs Schulen arbeiten im Rahmen des Comenius-Programms an dem Thema „Energieformen und ihre Bedeutung für unsere Zukunft”. So präsentierten alle Schulen ihre selbstentworfenen Windmühlen, die auch Sabine Verheyen, Aachens EU-Abgeordnete, begeistert begutachtete. „Es ist schön zu sehen, dass dieses Projekt genau das verwirklicht, was wir in zahlreichen Diskussionen im Europaparlament so oft fordern, nämlich die enge Zusammenarbeit und Kooperation zwischen den europäischen Ländern”, betonte Verheyen.

Auf die Partnerschulen wartet bei ihrem Besuch ein volles Programm. Neben einer Stadtbesichtigung steht ein Ausflug zur Kulturhauptstadt Essen sowie eine Diskussionsrunde im Europäischen Parlament zum Thema Energiepolitik im Terminplan.

Für die 25 teilnehmenden Schüler der 7. bis 9. Klasse des Inda-Gymnasiums folgen in den nächsten Monaten weitere Highlights. Schon im Oktober ist man zu Gast in der Türkei, ehe es im Mai 2011 gemeinsam nach Torrellano-Elche in Spanien geht.

Über Verständigungsprobleme braucht man sich in Kornelimünster ganz offensichtlich keine Sorgen zu machen - die türkische Begrüßung „Hos geldiniz” kennen sie im Örtchen an der Inde immerhin schon.
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