Diesel fließt literweise in den Hangeweiher

Von: sh
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Hier nahm das Unglück sprichwörtlich seinen Lauf: Nach einem Autounfall an der Ecke Colynshofstraße/Yorckstraße sind bis zu 80 Liter über die Kanalisation in den Hangeweiher gelangt. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Ein verhältnismäßig kleiner Unfall hat möglicherweise große Auswirkungen für den Hangeweiher. Denn in das Gewässer sind am Donnerstag laut Stadtverwaltung 60 bis 80 Liter Dieseltreibstoff geflossen, nachdem am Vormittag ein Wagen an der Ecke Colynshof-straße/Yorckstraße gegen ein Straßenschild gekracht war. Dabei wurde der Tank des Fahrzeugs aufgerissen, so dass der Treibstoff in die Kanalisation gelang.

Daran konnte auch die Feuerwehr nichts mehr ändern, die innerhalb weniger Minuten vor Ort war. Als die Gefährdungslage für den Hangeweiher ersichtlich wurde, informierten die Einsatzkräfte sofort Experten des städtischen Umweltamts, die um kurz nach 11 Uhr die Lage vor Ort begutachteten. Wie Harald Beckers vom Presseamt der Stadt am Donnerstag auf AZ-Anfrage erklärte, liegt im Bereich Hangeweiher ein so genanntes Trennsystem im Boden. Das bedeutet: Es gibt separate Rohre einmal für das Abwasser aus den Häusern und für das Regenwasser. Letztere Rohre führen über einen Zulauf in den Hangeweiher. Und über diesen Weg ist nun auch der Treibstoff in den See gelangt.

Die Feuerwehr hat Donnerstag Sperren am Zulauf als auch am Ablauf des Hangeweihers installiert, damit sich der Treibstoff nicht weiter verbreitet. „Jetzt müssen wir schauen, wie der Hangeweiher und die dort lebenden Tiere die Verunreinigung aushalten können“, sagte Beckers. Experten der unteren Wasserbehörde werden den See in den kommenden Tagen genau beobachten. Aufgrund der recht geringen Menge an Treibstoff sei man optimistisch, dass sich der Hangeweiher selbstständig generieren könne, so Beckers. Die Stawag hat unterdessen den betroffenen Regenwasserkanal gereinigt.

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