Aachen - Diese Studenten machen Schule

Diese Studenten machen Schule

Von: Tim Habicht
Letzte Aktualisierung:
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Schüler präsentieren sich in bemerkenswerter Form: Bei einem Förder-Forder-Projekt von Rhein-Maas-Gymnasium und RWTH-Studierenden lernen Schüler, wie sie gekonnt vortragen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Ein wenig aufgeregt steht Bent Reuteshan in einem Klassenraum des Rhein-Maas-Gymnasiums. Der Fünftklässler hält einen Vortrag vor einigen Mitschülern, Eltern und weiteren Beobachtern. Mit großer Freude präsentiert Bent sein Thema. Es geht über Napoleon Bonaparte.

Der Vortrag zeigt nicht nur in aller Kürze, wer der Franzose war, sondern auch, mit welchen Taktiken der Kaiser ins Feld zog. Für einen Fünftklässler vielleicht ein ungewohntes Thema. Doch der Vortrag ist liebevoll gestaltet, durchaus frei gehalten und mit detaillierten Infos versehen. Ein voller Erfolg.

Betreuung in Kleingruppen

Der Vortrag von Bent und 76 weiteren Fünftklässlern findet im Rahmen eines Präsentationsvormittags am Rhein-Maas-Gymnasium statt. Es geht um die Ergebnisse des Forder-Förder-Projekts in Kooperation mit der RWTH Aachen. „Das Projekt hat zum Ziel, Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen im Fach Deutsch individuell zu fördern und gleichzeitig die Kompetenzen Recherchieren und Präsentieren zu entwickeln“, äußert sich Ruth Biesing, Lehrerin des Rhein-Maas-Gymnasiums und Koordinatorin des Projektes.

Doch nicht nur die Kinder profitieren von diesem Projekt, sondern auch die 21 Lehramtsstudenten, die daran teilnehmen. Sie betreuen einmal wöchentlich die Schüler in Kleingruppen an der Schule. Dabei suchen sie gemeinsam mit ihren Zöglingen Themen zur Präsentation und unterstützten die Fünftklässler bei der Recherche und Erstellung des Vortrages. „Dadurch können die Studenten schon vor dem Referendariat Erfahrung sammeln und ihre spätere Arbeit in der Praxis kennenlernen“, sagt Biesing.

Die individuelle Förderung der Kinder rentiert sich definitiv. Das sieht man auch bei den Vorträgen. Problemlos gehen die Schüler mit Power Point um, viele tragen fließend vor und manche sogar fast ohne Hilfsmittel. Das Projekt trägt aber nicht nur Früchte, sondern macht den Fünftklässlern auch richtig Spaß: „Es war zwar ziemlich zeitaufwendig, aber auch richtig spannend“, sagt Bent nach seinem Vortrag. Über die Studenten hat er eine ausgesprochen gute Meinung: „Die Zusammenarbeit mit ihnen war richtig toll. Sie hatten sehr viel Verständnis für uns und sind immer sehr freundlich gewesen.“

Blick auf das einzelne Kind

Viele positive Reaktionen hat auch Irmgard Schick, Dozentin an der RWTH und wissenschaftliche Begleiterin des Projektes, erfahren: „Es ist für die Studierenden wichtig, den Blick auf das einzelne Kind zu legen und erste Erfahrungen zu sammeln. Besonders die Eigenverantwortung ist wichtig.“ Das sieht die Lehramtsstudentin Dorothee Peters ebenfalls so: „Es war eine große Herausforderung, hat aber riesig Spaß gemacht. Es ist vor allem schön zu sehen, wie sich die Kinder im Laufe der Unterrichtsstunden entwickelt haben. Und wenn die eigenen Schüler am Ende dann einen tollen Vortrag halten, macht das schon ein bisschen stolz.“

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