Aachen - Diese Arbeit ist notwendiger denn je

Diese Arbeit ist notwendiger denn je

Von: Nina Bostel
Letzte Aktualisierung:
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Freuen sich über jede Unterstützung ihrer ehrenamtlichen Arbeit: Gisela Hinsberger, Brunhild Siepmann (Vorstand) und Anna Kranz im Café Zuflucht. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Seit über 20 Jahren finden Flüchtlinge im Café Zuflucht in der Zollernstraße eine erste Anlaufstelle für ihre Probleme und Sorgen. Von Sozialarbeitern, Praktikanten ehrenamtlichen Helfern werden die Hilfesuchenden beim Ausfüllen von Asylanträgen unterstützt, es werden – aus Sicht eines Deutschsprachigen – vermeintlich einfache praktische Probleme gelöst.

 Und man hat ein Ohr für Sorgen und Ängste. Wenn es notwendig ist, wird dafür zusätzlich ein Dolmetscher engagiert. Darüber hinaus ist das Café auch eine Begegnungsstätte, in der täglich bei Kaffee und Kuchen ein Austausch verschiedener Kulturen ermöglicht wird. „Ich habe es nur ein einziges Mal erlebt, dass es hier im Café ruhig war; es ist eigentlich immer laut und turbulent“, so Brunhild Siepmann, Vorstandsvorsitzende des in diesem Jahr gegründeten Fördervereins Café Zuflucht.

Die Idee hinter der Vereinsgründung ist, den Trägerverein Refugio e.V. des Café Zuflucht finanziell zu unterstützen und somit Spielraum für neue Projekte und eine finanzielle Absicherung langfristig zu gewährleisten. Neben Spendengeldern erhält der Trägerverein Mittel der Kommune und des Landes sowie projektbezogene Gelder, die beispielsweise aus europäischen Fonds bereitgestellt werden.

Damit wird eine Grundsicherung gewährleistet, die aber den Bedürfnissen der Flüchtlinge nicht immer ausreichend gerecht wird – und den Verein zudem vor Planungsrisiken stellt. Die Zahl der Hilfesuchenden hat in den vergangenen Monaten insbesondere aus den Kriegs- und Krisengebieten Asiens und Afrikas zugenommen. Besonders auffällig ist auch ein Anstieg bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, welche im vergangenen Jahr 17 Prozent der 700 Ratsuchenden ausmachten. „Es ist lebensnotwendig, dass diese Arbeit geleistet wird“, betont Gisela Hinsberger, die im Verein Refugio Mitglied ist und ihre Erfahrungen mit dem Leid vieler Flüchtlinge als „zum Teil sehr belastend“ empfindet. Dennoch sind sich Siepmann, Hinsberger und Refugio-Vorstandsmitglied Anna Kranz einig, dass der Kontakt und Austausch mit Flüchtlingen aus den verschiedenen Kulturen „sehr bereichernd ist“. Wer helfen möchte, erhält im Café Zuflucht/Refugio e.V. weitere Informationen: Zollernstraße 5, Telefon 51 18 11, Fax 44 65 211, E-Mail: info@cafe-zuflucht.de.

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