Dienstleister will bis zu 400 neue Arbeitsplätze schaffen

Von: Hans-Peter Leisten
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Am nördlichen Eingangstor der Stadt: Im neuen ADAC-Gebäude wird der Dienstleister Capita auf vier Geschossen zunächst 200, perspektivisch 400 Arbeitsplätze schaffen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Durchaus augenfällig ist in den vergangenen Monaten an der Ecke Krefelder Straße/Eulersweg ein fünfgeschossiger Bau entstanden, der vor allem durch seine schwarz-gelbe Beschilderung, das prägnante ADAC-Logo und die funktionale Büro-Architektur Akzente setzt.

Einen viel stärkeren Akzent will aber just in jenem Bau ein Unternehmen für den hiesigen Arbeitsmarkt setzen, das in unserer Region völlig neu ist: Capita, ein Dienstleister im Bereich Kundenmanagement und Kundenbetreuung für andere Unternehmen. Im August soll der Betrieb aufgenommen werden, der sich in der Aachener Arbeitsplatzbilanz mit zunächst 200 neuen Stellen bis zum Jahresende niederschlagen wird.

Capita ist ein führender britischer „Lösungsanbieter für das Outsourcing von Geschäftsabläufen und integrierte, professionelle Unterstützungsleistungen“ – so die Eigendefinition. Das Unternehmen bietet also die komplette oder auch teilbezogene Übernahme der Kundenpflege für Unternehmen. Kundenkontakte werden gepflegt und ausgebaut.

Drittes Standbein in NRW

Dies geschieht an der Krefelder Straße ab August in einem ersten Intervall auf zwei Etagen à gut 600 Quadratmetern. Das Unternehmen, das Aachen neben Düsseldorf und Krefeld als drittes Standbein in Nordrhein-Westfalen ausgesucht hat, hat aber optional auch die beiden weiteren Etagen des Komplexes als Expansionsraum angeworben. Sie sollen bereits im Oktober bezogen werden. In Deutschland hat das Unternehmen dann neun Niederlassungen.

Dass Aachen ausgewählt wurde, ist natürlich kein Zufall. Als „strategisch sehr interessante Region“ werden Aachen und sein Umland beschrieben.

„Aachen bietet für uns viele Vorteile und wir versprechen uns insbesondere im Hinblick auf das große Beschäftigungspotenzial spürbare Effekte“, erklärte dazu der Geschäftsführer Capita Europe, Marcus Meloni. Neben der Lage im Dreiländereck und dessen strategisch günstiger Lage ist es nicht zuletzt der Hochschulstandort, der den Ausschlag für die Wahl Aachens gegeben hat.

Die rund 50.000 Studenten werden durchaus als Arbeitskräfteressource angesehen. Flexible Arbeitszeiten, Teilzeitbeschäftigung und Arbeit am Abend sieht die Capita als interessant für junge Menschen an, die tagsüber studieren. Die Vielfalt an Nationalitäten wird hier als ein weiter Pluspunkt angesehen.

2600 Quadratmeter

Die Capita-Gruppe beschäftigt an über 400 Standorten in Europa, Indien und Südafrika über 68 000 Mitarbeiter. Die 200 neu geschaffenen Arbeitsplätze sind fix, doch hat der weitere Ausbau durchaus Platz in den Überlegungen der Unternehmensführung: Perspektivisch gehört der Ausbau des Aachener Standortes auf 400 Beschäftigte zu den konkreten Planungen. Die räumlichen Kapazitäten sind am Standort in der Soers mit den insgesamt 2600 Quadratmetern bereits gegeben.

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