Die Werke des malenden Dichters aus Aachen

Von: Tim Habicht
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Wieder in der Heimat: Nach internationalen Ausstellungen zeigt Kai Savelsberg seine Werke in der „Galerie Freitag 18.30”. Foto: Schmitter

Aachen. Kai Savelsberg ist ein dichtender Maler und ein malender Dichter. Über seine Gemälde erzählt er Geschichten. Beides für sich ist vielschichtig. Doch gemeinsam bilden Text und Malerei eine Symbiose aus Ästhetik und Intellekt.

Der gebürtige Aachener Künstler präsentiert in der „Galerie Freitag 18.30” in der Steinkaul-straße bis zum 26. Oktober seine Einzelausstellung mit dem Titel „Schichten”. Nach Ausstellungen in Stockholm und Helsinki kehrt Savelsberg wieder in seine Heimat zurück.

„Es ist immer etwas Besonderes, wenn ich wieder in Aachen ausstelle. Ich schätze die familiäre Art bei meinen Ausstellungen in Aachen. Aber natürlich werde ich hier von meinen Freunden und der Familie kritischer beäugt als im Ausland”, so Savelsberg lachend. Zu sehen bekommen alle Besucher in der Galerie von Galerist Robert Mertens komplexe und vielseitige Werke. Die Gemälde bestehen aus vier bis fünf verschiedenen Materialschichten. Dazu sind bildtechnisch weitere Schichten eingearbeitet.

Neben den Gemälden gibt es Plexiglasobjekte zu sehen. Auf verschiedenen Plexiglasscheiben, die hintereinander aufgereiht sind, sind einzelne Bilder, Figuren oder Pinselstriche auszumachen. Erst, wenn man alle Scheiben gemeinsam von vorne sieht, entsteht das ganze Bild. „Meine Gemälde und Objekte sollen vielschichtig sein - so wie Gefühle vielschichtig sind. Alle Menschen sehen und empfinden anders. Und erst durch verschiedene Erinnerungen und Assoziationen entsteht das ganze Bild. Gefühle sind nicht platt oder eindimensional, sie sind komplex. Dies möchte ich darstellen”, sagt Kai Savelsberg über seine Arbeiten.

Weil jeder Mensch anders empfindet, haben die Gemälde und Objekte zwar Titel, diese sind aber nicht unmittelbar am Bild erkennbar. In einem kleinen Sammelband präsentiert Savelsberg Gedichte. Eins zu jedem Ausstellungsstück. Savelsberg sagt dazu: „Zu jedem Objekt gibt es einen passenden Text. Aber weil Kunst nicht immer eindeutig ist und jeder Mensch sein eigenes Empfinden hat, sollen die Besucher die Texte selber für sich zuordnen. Es gibt kein richtig oder falsch. Es ist interessant, wie die unterschiedlichen Betrachter die Texte zuordnen.”
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