Die Website gegen Wartezeiten auf dem Amt

Von: Ronja Schwabe
Letzte Aktualisierung:
Online-Bürgerservice mit digi
Online-Bürgerservice mit digitalem Personalausweis: Oberbürgermeister Marcel Philipp, Personaldezernent Dr. Lothar Barth und Marcell Raschke vom Bürgerservice präsentieren das System. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Zum Amt? 2. Klick rechts!”. So weist die Website der Stadt Aachen den Weg zum neuen Onlinebürgerservice. Den kann ab jetzt jeder nutzen, der einen digitalen Personalausweis und ein dazugehöriges Lesegerät besitzt.

Dann ist alles ganz einfach, ein paar Schritte und schon hat man eine Leistung des Bürgerservices in Anspruch genommen - ganz ohne eine Nummer zu ziehen und lästige Wartezeiten über sich ergehen zu lassen. „Den Anfang machen wir mit einem Angebot von fünf möglichen Dienstleistungen, die die Bürger online in Anspruch nehmen können”, erklärt der Leiter des Fachbereichs Bürgeramt, Marcell Raschke.

Beantragen kann man ein Führungszeugnis, den Aachen-Pass, eine Meldebescheinigung oder Familienbescheinigung, eine Aufenthaltsbescheinigung oder einen Untersuchungsberechtigungsschein. Die Beantragung ist dann auch recht simpel. Auf der Aachen-Website wählt der Bürger aus, was er beantragen möchte.

Daraufhin startet die Authentifizierung, er muss also den digitalen Personalausweis mit dem entsprechenden Gerät einlesen. Diese Lesegeräte sind überall im Internet, in Preisklassen zwischen 20 und 90 Euro, erhältlich. Ist der Personalausweis eingelesen, muss ein dazugehöriger PIN eingegeben werden, den man bei der Aushändigung des Personalausweises erhält.

Falls der Antrag kostenpflichtig ist muss außerdem dem Lastschrifteinzug zugestimmt werden. Und auch eine E-Mail-Adresse soll angegeben werden, damit der Bürger im Zweifelsfall kontaktiert werden kann.

Anschließend wird man zu einer Bestätigungsseite weitergeleitet und erhält zusätzlich eine Bestätigungsmail. Und sicher soll das ganze auch sein, erklärt David Arndt vom Bürgeramt, aus der IT-Koordination.

„Man kann das ganze fast mit Online-Banking vergleichen”, sagt er. „Wenn zum Beispiel falsche Daten eingegeben werden, sperrt das System.” Und auch beim Verlust des digitalen Personalausweises kann die sogenannte „eID” natürlich gesperrt werden.

„Das soll aber keineswegs ein Ersatz sein, wir werden auch weiterhin immer persönlich für die Bürger da sein”, sagt der Personal- und Organisationsdezernent Lothar Barth.

Und auch OB Marcel Philipp stimmt zu: „Das ist eine tolle Möglichkeit, die 24 Stunden am Tag zu Verfügung steht.” Außerdem betont er, dass auch viele ältere Menschen den Medien nicht unbedingt pessimistisch gegenüber stünden. Aachen kommt mit dieser Neuerung mit wenigen Städten in Deutschland eine Vorreiterrolle zu.
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