Die unendliche Baustelle am Büchel

Von: Thorsten Karbach
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Soll bis Ende Januar abgebaut
Soll bis Ende Januar abgebaut werden: Der Kran in der Kleinköln-straße. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Ein Baukran ist und bleibt den Anwohnern und Geschäftsleuten rund um den Büchel ein Dorn im Auge. Denn dieser Kran, aufgestellt für die millionenschwere Sanierung eines denkmalgeschützten Hauses, steht immer noch, obwohl er zunächst bis zum 31. August, dann mit Verlängerung der Genehmigung bis Weihnachten hätte abgebaut werden sollen.

„Diese Genehmigung wurde nun noch einmal bis zum 31. Januar verlängert. Wir hoffen, dass man dann dort fertig ist”, kommentiert dies Axel Costard vom städtischen Presseamt.

Das hoffen vor allem auch die strapazierten Geschäftsleute, die nun seit fast zwei Jahren quasi permanent mit Bauarbeiten vor ihrer Haus- beziehungsweise Ladentür leben müssen. Und am Montag, 9. Januar, startet die nächste Maßnahme, die schier unendliche Baustelle Büchel läuft weiter.

Im Februar 2010 begann die erste Kanalbaustelle der Stawag in diesem Bereich - in der Kleinköln-straße. Im Herbst sollte dann der Büchel aufgerissen werden. Dies wird nun am Montag nachgeholt. So wird den Geschäftsleuten am Büchel zwei Wochen nach Weihnachten ein großer Wunsch erfüllt. Denn eigentlich war die Kanalbaustelle von der Stawag für Oktober angekündigt worden.

Die Geschäftsleute bangten um das (über-)lebenwichtige Weihnachtsgeschäft, die Stawag lenkte am Büchel ein. „Auf Wunsch wurde der Baubeginn in dieses Jahr verschoben”, erklärt Unternehmenssprecherin Melanie Hörmann.

Das freut Kathrin Spaleck. Die Inhaberin der Buchhandlung „M. Jabois Nachfolger” spricht im Namen der Interessengemeinschaft Büchel und sagt: „Mit dem neuen Termin können wir leben. Der Dezember ist für uns Einzelhändler nun einmal der zentrale Monat.” Da passt der neue Zeitplan quasi bestens in den Geschäftskalender. „Im November soll die Maßnahme wieder beendet sein”, verrät Costard - also pünktlich zum nächsten Weihnachtsgeschäft. Allzu turbulent darf das Wetter bis dahin aber nicht ausfallen, auch die Verzögerungen durch historische Funde sollten sich in Grenzen halten.

Ein paar Meter weiter in der Kleinkölnstraße war bei der letzten Kanalmaßnahme eine antike Mauer entdeckt worden. „Eine Baustelle am Büchel ist in dieser Hinsicht immer eine große Hausnummer”, sagt Hörmann. Die Kanalarbeiten seien aber zwingend erforderlich. Am Montag wird zwischen den Häusern 13 und 25 begonnen, voraussichtlich ab Februar werden Gas- und Wasserleitung zwischen Buchkremerstraße und Körbergasse erneuert.

Allerorts bleibt die Straße laut Stawag halbseitig befahrbar, auch die Bürgersteige sollen begehbar bleiben. „Beeinträchtigungen werden so gering wie möglich gehalten, dennoch können Behinderungen nicht ganz ausgeschlossen werden”, erklärt Hörmann.

Abschließend wird das Erscheinungsbild des Büchels dem der Kleinkölnstraße gleichen. Die Fahrbahn erhält Basaltkleinpflaster, die Gehwege werden einheitlich auf 3,30 Meter verbreitert - und im Sinne der Barrierefreiheit mit Leitstreifen aus Basaltkleinpflaster versehen.

Ob den Geschäftsleuten dann endgültig alle Steine vom Herzen fallen können, ist nicht zu erwarten. In der Nachbarschaft stehen weitere Bauprojekte an. Allen voran der Abriss des Parkhauses Büchel. Der soll noch in diesem Jahr erfolgen...
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