Die Taufe einer Weltneuheit

Von: Robert Baumann
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Sind stolz auf „Cenci”:  Die
Sind stolz auf „Cenci”: Die Familie Alice (v.l.), Eduard, Max und Aline Brammertz. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Sie ist die „Neue” in der Produktion der Schreinerei Brammertz und die erste weibliche Mitarbeiterin überhaupt. Sie hört auf den Namen „Cenci”, arbeitet äußerst effektiv und ist sehr flexibel - eine Mitarbeiterin, wie sie sich jeder Chef nur wünschen kann.

„Behandelt die Dame gut, sie ist unser ganzer Stolz”, appelliert Geschäftsführer Edi Brammertz an seine Mitarbeiter.

Und das sollten sie auch. Denn auf der Welt gibt es insgesamt nur vier Exemplare von der „Dame”, zudem ist sie eine Weltneuheit. Die neue „Mitarbeiterin” bei Brammertz ist das CNC-Bearbeitungszentrum „Power Profiler BMB 922”. Die Präzisions-Maschine bietet völlig neue Möglichkeiten in der Fenstereinzelteile-Produktion und wurde jetzt offiziell in der Schreinerei in Kornelimünster eingeweiht.

„Das, was früher in zehn Arbeitsschritten ablaufen musste, ist jetzt in vier Schritten möglich. Mit dieser Maschine sind wir viel flexibler und können noch besser auf die individuellen Wünsche unserer Kunden eingehen, egal ob für Fenster-, Türen oder Riegelkonstruktionen”, freut sich Juniorchef Max Brammertz über die neue Errungenschaft.

„Wir können in drei unterschiedlichen Dicken und sehr energieeffizient produzieren. Und das alles in hoher Qualität und zu bezahlbaren Preisen. Außerdem ist eine Herstellung in viel höherer Stückzahl möglich.”

Die neue Maschine ist 15 Meter lang und 3,50 Meter hoch und hat eine Größe von 110 Quadratmetern Stellfläche. Dafür musste die Schreinerei ihren Betrieb auf 2500 Quadratmeter erweitern. Sechs Wochen dauerte der Aufbau und die Einrichtung der Präzisions-Anlage.

Propst Dr. E. Vienken von St. Kornelius weihte den neuen Anbau ein und taufte die Maschine im feierlichen Rahmen. Vier der insgesamt 25 Mitarbeiter der Schreinerei sind bereits für „Cenci” geschult.

„Wir sind auf der Suche nach einer Maschine quer durch Europa gereist und schließlich bei der Firma Homag in Schopfloch fündig geworden. Dass wir so ein großartiges Produkt hier stehen haben, ist eine Riesenfreude und wir sind überglücklich. Das ist eine revolutionäre Entwicklung im Schreinerhandwerk”, sagt Edi Brammertz.

Firmengründer Josef Brammertz kaufte 1934 die erste Maschine auf einer Messe in Leipzig. 1912 gegründet, feiert die Schreinerei Brammertz, die bereits in der vierten Generation geführt wird, im nächsten Jahr ihr 100-jähriges Bestehen.
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