Aachen - Die „Sterne des Sports“ sollen heller strahlen

Die „Sterne des Sports“ sollen heller strahlen

Von: Leon Kirschgens
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Prominente Plattform für engagierte Ehrenamtliche: Björn Jansen (Stadtsportbund), Wilfried Braunsdorf (Burtscheider Turnverein), Thomas Thelen (stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung) und Jens Ulrich Meyer (Aachener Bank, v.l.) hoffen auf regen Zuspruch beim Wettbewerb „Sterne des Sports“. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Hört man von den „Sternen des Sports“, so assoziiert der Normalbürger damit wohl zunächst die großen Stars wie Cristiano Ronaldo oder Usain Bolt. Sie sind es, die in der Öffentlichkeit stehen und Ruhm ergattern. Dass es aber vor allem Ehrenamtliche sind, die das soziale Engagement in Vereinen fördern, bleibe oft im Stillen, sagte Kerstin Skerletopoulos von der Aachener Bank.

Sie präsentierte am vergangenen Donnerstag den Wettbewerb „Sterne des Sports“, der erstmals im Raum Aachen Vereine auszeichnet, die sich sozial engagieren und dadurch ein „Mehrwert für die Gesellschaft“ darstellten, sagte Skerletopoulos.

Der Wettbewerb wird bereits seit 2004 vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volks- und Raiffeisenbanken ausgerichtet. Den ersten drei Plätzen winkt eine Siegprämie in Höhe von 1500, 1000 und 500 Euro und eine Teilnahme am Wettbewerb auf Landesebene. Ist ein Verein dort nochmals erfolgreich, kann er sogar auf Bundesebene teilnehmen. Für den ersten Platz auf Bundesebene ist sogar eine Siegprämie von 10.000 Euro vorgesehen. Er wird von der Bundeskanzlerin oder dem Bundespräsidenten persönlich verliehen.

Die Bandbreite des Engagements ist breit gefächert: Ob Inklusion und Integration, Bildung und Gesundheit oder der Klimaschutz und vieles andere im Fokus steht, spielt bei der Bewerbung keine Rolle. Jens Ulrich Meyer, Fachjury- und Vorstandsmitglied der Aachener Bank, betonte die wichtige Aufgabe und integrative Kraft von Vereinen, die unbedingt gefördert werden müssten. „Wir unterstützen die umliegenden Vereine ja schon lange“, sagte er, „doch mit diesem Wettbewerb wollen wir sie auch nochmals auf anderer Ebene unterstützen, indem wir ihnen zu medialer Anerkennung verhelfen und das Engagement auch jenseits von Medaillen und Rekorden fördern.“

Björn Jansen, Jurymitglied und Vorsitzender des Stadtsportbundes Aachen, sagte, dass Aachen ein aktives Vereinsleben mit viel sozialem, teils ehrenamtlichen Engagement habe: „Immer wieder höre ich, dass die Gesellschaft träger werde und junge Menschen nur noch vor dem Computer säßen“, sagte er, „aber das können wir für Aachen nicht feststellen.“

Thomas Thelen, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung und ebenfalls Mitglied der Jury, bestätigte: „Es gibt für Heranwachsende kaum etwas Wichtigeres, als im Verein zu lernen, fair zu bleiben und Verantwortung zu übernehmen. Ich beobachte die Tendenz bei jungen Menschen, dass der Leistungsgedanke zu sehr im Vordergrund steht. Deshalb unterstützen wir es, den Fokus auch mal auf die oftmals nach außen hin unscheinbare gesellschaftliche Verantwortung der Vereine zu legen.“

So sah es auch Wilfried Braunsdorf, Vorsitzender des Burtscheider Turnvereins, der bei dem Wettbewerb als Experte eingebunden ist. „Bei allem, was wir machen, müssen wir darauf achten, den Sport nicht überzubewerten“, sagte er. So gingen 20 Millionen Menschen in Deutschland einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach, trug er vor. Übertragen auf seinen Verein bedeute dies, dass 66 Übungsleiterinnen und Übungsleiter 8440 Stunden im Jahr für den Verein arbeiteten.

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