Die Sieger und ein goldenes Reh

Von: nk
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Theatertalk im Grenzlandtheate
Theatertalk im Grenzlandtheater: Die Moderatoren Uwe Brandt (links) und Bernd Büttgens (rechts) begrüßten Jenny Kersten und Leines Gaworski von der „Hazienda Arche Noah” - mit dem jüngst verliehenen Bambi. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Illustre Gäste, strahlende Sieger, ein goldenes Reh, und jede Menge spannende Einblicke hinter die Kulissen gab es für die Gäste beim 8. Theatertalk im Grenzlandtheater.

Intendant Uwe Brandt und Bernd Büttgens, stellvertretender AZ-Chefredakteur, begrüßten zunächst einen Mann, der auf den Sportbühnen der Stadt zuhause ist: André Schnitker, Hallensprecher der Alemannia-Volleyballerinnen, war der erste Talkgast an diesem abwechslungsreichen Vormittag.

„Alemannia in der Bundesliga, das erleben wir derzeit nur im Damen-Volleyball”, leitete Brandt ein. Alle 14 Tage verwandele sich die Sporthalle an der Neuköllner Straße in einen wahren Hexenkessel, wenn die „Ladies in Black” dort um Punkte kämpfen. „Spitzensport, der noch obendrein fair ist. Für den guten Ton sorgt Schnitker”, stellte Büttgens fest.

„Fairness gehört zum Sport”, erklärte André Schnitker, der den Aufstieg der Damen von der 6. bis in die Erste Liga begleitet hat. „Unter unseren elf Spielerinnen ist seit Neuestem auch Weltstar Angelina Grün, eine bodenständige Sportlerin, ein echtes Erlebnis.” Und: „Mir ist es wichtig, unserem bunt gemischten Publikum auch etwas über die Regeln des Volleyballsports zu erklären.” Seit vier Jahren seien die Damen in der Ersten Liga, man habe den Fans eine gewisse Kultur anerzogen: „Da werden auch mal Aktionen vom Gegner beklatscht.”

Vom roten Teppich

Über das Theater vor und hinter den Kulissen der Bambi-Verleihung wussten dann „Leines” Gaworski und Partnerin Jenny Kersten von der Hazienda Arche Noah zu berichten. „Aachen ist Bambi”, freute sich Uwe Brandt mit den beiden Preisträgern, die über den „Jahrmarkt der Eitelkeiten” und das „Defileé der Vorurteile” am roten Teppich berichteten. Auch die Entwicklung der Hazienda, die über die Jahre zu einer Mischung aus Naturlehrpfad und rollstuhlgerechtem Abenteuerspielplatz für schwerkranke und behinderte Kinder geworden ist, war Thema. „Bei uns gibt es zwar kein Mitleid, aber jede Menge echte Anteilnahme”, betonte Gaworski.

Das Musical „Der Mann von La Mancha”, die größte Grenzlandtheater-Produktion des Jahres, wirft bereits ihre Schatten voraus. Hauptdarsteller Kasper Holmboe und Regisseur Ulrich Wiggers erzählten Interessantes über die besondere Inszenierung. „Das Musical von Dale Wasserman handelt vom Dichter Cervantes, der die Geschichte vom Ritter Don Quijote de la Mancha erzählt”, erklärte der Regisseur. Premiere ist am 10. Dezember. In der Rolle von Don Quijote und Cervantes glänzt der Däne Holmboe, der bereits in Produktionen wie „Mamma mia” und „Elisabeth” in der Hauptrolle brillierte und stimmlich wie schauspielerisch ein absoluter Glücksgriff für Aachen ist.

Das Publikum beim Theatertalk überraschte er mit seinen deutschen Interpretationen von Tom-Jones-Hits wie „Its not unusual” , das er in ein „Ein Mann wie ich” verwandelte.
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