Aachen - Die Sehne macht dem Namensgeber oft alle Ehre

Die Sehne macht dem Namensgeber oft alle Ehre

Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Sportwissenschaftler und Physiotherapeut Rainer Sieven hat die Achillessehne zum Thema seines Vortrags gemacht. Er beginnt am Mittwoch um 19 Uhr in Haus Löwenstein am Markt. Die Schwerpunkte seines sind: Anatomie, Pathologie, die häufigsten Beschwerdebilder, Therapieformen sowie Trainingsvarianten.

Die Achillessehne stellt eine große Herausforderung in der Sportphysiotherapie dar. Nicht selten reichen die Beschwerden vom Zwicken und Zwacken bis hin zur Sportpause und Leistungsbeeinträchtigung des Athleten. Dabei stellt sich nicht nur die genaue Diagnose, sondern auch die Therapie als anspruchsvoll heraus.

Die Achillessehne ist ein Bindelied zwischen Wadenmuskel und Fuß. Sie leistet nicht nur beim Laufen Höchstarbeit, sondern ist auch bei einfachen Alltagsbewegungen wie zum Beispiel Treppenlaufen gefordert. Auf ihr lasten Zugkräfte von mehreren hundert Kilo.

Verschiedene Faktoren

Leider ist das Gewebe der Achillessehne verletzungsanfällig. Diese Anfälligkeit beruht auf verschiedenen Faktoren. Zum einen sind es so genannte „intrinsische” Faktoren wie; Durchblutungssituation, Stoffwechsel und Beschaffenheit der Sehnenfasern, zum anderen aber auch „extrinsische” Faktoren wie zum Beispiel Trainingsumfang und Belastung sowie eine veränderte Ausrüstung (Sportschuh), die zu solchen Beschwerdebildern der Achillessehne führen können.

Grundsätzlich sollte eine Pathologie der Achillessehne immer vom Facharzt diagnostiziert werden. Danach können Arzt und Sportphysiotherapeut gemeinsam einen Rehabilitationsplan entwickeln, um eine Steigerung zur vollen Belastbarkeit der Sehne zu erreichen. Dazu zählen nicht nur Verfahren wie: Elektrotherapie und Ultraschall oder manuelle Therapie, sondern auch moderne Verfahren wie Stoßwelle und Kinesiotape. Diese Verfahren müssen in Abhängigkeit von der Diagnose - diese sollte so genau wie möglich sein - angewendet werden. Deshalb ist die Lokalisation der Pathologie wichtig.

Ist die Sehne direkt betroffen, also die kollagenen Fasern oder das umhüllende Bindegewebe oder gar selbst das Gleitgewebe? Manchmal werden auch von der Peripherie her Schmerzen in den Bereich der Achillessehne hin übertragen - etwa von Triggerpunkten oder von Blockierungen der Fußknochen oder der Wirbelsegmente in Rücken.

All´ diese Dinge lassen sich durch eine gezielte Befundaufnahme des Sportphysiotherapeuten/Sportlehrers erkennen. Dazu helfen Kraftdiagnosen und Laufbandanalysen sowie die manuelle Untersuchung der Patienten selbst. Dadurch können auch korrigierende Einlagen entwickelt werden, die temporär, aber auch längerfristig ein wichtiger Baustein der Therapie sein können.

Keine Altersfrage

Rainer Sievens Vortrag wird sicherlich auch auf einige präventive Verfahren eingehen und dem Zuhörer veranschaulichen, dass Alter nicht immer etwas mit Schmerzen zu tun hat. Sportverletzungen treten auch bei nicht sportlichen Betätigungen auf.

Folgende Fragen will Rainer Sieven klären: Wie sieht der Rehabaum aus? Wo finde ich Hilfe? Was kann ich tun? Wer hilft mir? Wann darf ich was machen und wer klärt mich über eventuell wichtige Medikamente auf?
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert