Die rettende Hand ist weit ausgestreckt

Von: Jan Weck
Letzte Aktualisierung:
Diskutierten die neuen Möglic
Diskutierten die neuen Möglichkeiten des Klinikums: von rechts AZ-Redakteur Bernd Büttgens, OB Marcel Philipp, Peter Asché (Kaufmännischer Direktor des Klinkums), Harald K. Lange (Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW) und Martina Rippholz (Zeitungsverlag).

Aachen. In kleinen Gruppen schlendern die Besucher über den neuen Hubschrauberlandeplatz am Klinikum. Eiserne Absperrungen halten sie fern vom Rand der Plattform. Ein paar große Feuerlöscher stehen herum, der rotweiße Windsack über dem Aufgang bläht sich im Wind. Viel zu sehen gibt es hier eigentlich nicht, 15 Meter über dem Boden.

Es ist der Ort an sich, der fasziniert. Die meisten Besucher werden nach diesem Tag nicht mehr die Gelegenheit haben, ihn zu besichtigen. Und falls doch, wären die Umstände vermutlich unerfreulich.

Ein Jahr lang gewachsen

Ein gutes Jahr lang konnten die Menschen aus der Umgebung beobachten, wie die „rettende Hand” immer weiter wuchs. Man kann sich gut vorstellen, wie einige beim Vorbeifahren den Kopf verdreht haben. Im flachen Winkel reckt sich diese Hand den landenden Rettungshubschraubern entgegen. Futuristisch sieht sie aus mit ihrer gestreckten Silhouette und der immensen Landefläche.

Auf einer Bühne darunter steht Bernd Büttgens, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung. Er moderiert die Einweihung des Landeplatzes und hat heute viele Gesprächspartner. Auch Professor Thomas Ittel klettert auf die Bühne. Er ist der ärztliche Direktor des Klinikums und hat diesen Tag mit großer Freude erwartet. Ästhetik sei kein basisdemokratisches Thema, sagt er. Deshalb setze der Landeplatz die Architektur des Gebäudes auch konsequent fort. Er habe große Ausdruckskraft und Wiedererkennungswert. Deutlich schneller könnten eingeflogene Patienten zukünftig in den OP gebracht werden. Aachen werde nun ein noch wichtigerer Ankerpunkt in der Notfallversorgung, sagt Ittel.

Oben auf der Plattform lehnt sich eine Besucherin gegen die Absperrung und schaut sich um. Eine tolle Konstruktion sei das ja, meint sie. Aber die Farben! Beigebraun wie die Teppiche im Klinikum ist die Haut der rettenden Hand. Da hätte sie sich doch etwas anderes fürs Auge gewünscht. Sehr gelungen findet hingegen ein Mann die Farbgebung. Der Landeplatz trete optisch zurück und füge sich gut ein. An Raumschiff Enterprise fühlt sich der nächste Besucher erinnert. Auf die Resonanz aus Nachbarstädten und -ländern ist er gespannt. Ganz toll findet eine ältere Dame die Architektur. Das sei mal etwas ganz neues. Doch es ist die Funktionalität, von der die Besucher am häufigsten sprechen. Es scheint, als hätte jeder eine sehr reale Vorstellung vom Notfall.

Auch Prominenz vor Ort

Einige Prominenz aus Aachen ist gekommen. Oberbürgermeister Marcel Philipp, die SPD-Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt, RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg, der SPD-Landtagsabgeordnete Karl Schultheis, alle sind sie da. Nur der erwartete Rettungshubschrauber erscheint nirgends am Himmel. Ein Einsatz sei dazwischengekommen, heißt es. Ittel hat sich schon mit einigen Piloten unterhalten. Der neue Landeplatz am Klinikum sei der schönste in ganz Europa, soll einer von ihnen gesagt haben.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert