Die neuen Pläne werden jetzt mit Leben gefüllt

Von: Peter Schopp
Letzte Aktualisierung:
13075706.jpg
30 Jahre Aachen–Ningbo: Beim Tagungstreff verabredeten OB Marcel Philipp und der stellvertretende Bürgermeister von Ningbo, Wang Jianhou, weitere Kooperationen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Man merkte es ihnen an: Zwischen den Repräsentanten der beiden Städte Ningbo und Aachen stimmt die Chemie. Dabei ging es für Oberbürgermeister Marcel Philipp und Vize-Bürgermeister Jianhou Wang vor allem um zwischenmenschliche und wirtschaftliche Beziehungen und Strukturen der Regionen.

„Gestern haben wir 30 Jahre Städtepartnerschaft gefeiert. In einem schönen Festakt wurde der Ausbau unserer freundschaftlichen Beziehungen gewürdigt“, blickte Philipp am gestern Morgen auf den vergangenen Tag zurück. Die 120-köpfige chinesische Delegation aus China zeigte sich entsprechend angetan von der herzlichen Aufnahme und dem hervorragenden Miteinander in den letzten drei Jahrzehnten.Wirtschaftsforum

Die Themen, die beide Wirtschaftsnationen momentan umtreiben, sind sehr ähnlich gelagert. Deshalb haben die Organisatoren der Feierlichkeiten nach den lockeren Stunden auch harte Arbeit in Form eines gemeinsam durchgeführten deutsch-chinesischen Wirtschaftsforums im Eurogress auf die Agenda gesetzt. Wang bestätigte, dass die Ausrichtung beider Nationen große Parallelen aufweisen und man deshalb versuche, von den Stärken des jeweiligen Partners zu profitieren und zu lernen.

38 Unternehmen aus China sind in der Aachener Region bereits unternehmerisch engagiert, viele weitere haben großes Interesse, hier Fuß zu fassen. Für Philipp war klar: „Die handelnden Personen müssen sich kennenlernen, Gedanken austauschen und Ziele entwickeln.

Dann kann Wirtschaftsförderung gelingen“, war er im Vorfeld bereits vom Erfolg des Forums überzeugt. Für ihn sind unter anderem die RWTH und die Fachhochschule Aachen Pfunde, mit denen sich prima wuchern lässt. Das sah auch Wang so: „Das hohe Ansehen der Universität Aachen weltweit und ihr Know-How tragen dazu bei, neue Wege für immer neue Herausforderungen zu erkennen und zu gehen“.

Er zeigte sich stolz, dass der Zentralrat seines Landes Ningbo zur Pilotstadt der Initiative „Made in China“ ausgewählt hat, die in Deutschland unter dem Begriff „Industrie 4.0“ bekannt ist. Für Philipp hat die globalisierte Welt sehr ähnliche Herausforderungen und Probleme zu bewältigen, entsprechende internationale Austausche könnten da nur hilfreich sein.

Die fortschreitende Digitalisierung, strategische Aspekte in Sachen Technologietransfer, die Weiterentwicklung der Automobiltechnik und vieles mehr sind Themen, die es mit Leben und konkreten Zielen auszufüllen gilt. Arbeit genug für das Forum. Die guten Beziehungen zwischen China und dem Aachener Raum sind auch für Fritz Rötting von der IHK Aachen wichtig. „500 Unternehmen pflegen bereits heute Kontakte mit China, die Zusammenarbeit wird in Zukunft noch intensiviert werden“, blickte er optimistisch voraus.

Größter Investor

Ähnlich positiv bewertete auch Dr. Lothar Manke von der Agit die wirtschaftliche Kooperation beider Länder: „China ist der größte Investor im unternehmerischen Bereich. Die Zusammenarbeit mit der RWTH bildet Nischen aus, in denen Investoren erfolgversprechend tätig werden können“. Für November hat sich dann eine entsprechende Aachener Gesandtschaft in Ningbo angekündigt. Dann wird in der Partnerstadt die lange Beziehung beider Regionen gefeiert und sicher auch wieder über weitere Projekte gesprochen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert