Die neue Moschee als Ort der Begegnung

Von: Carolin Cremer-Kruff
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Initiator Jürgen Kutsch, der Vorsitzende der BKU Diözesanhgruppe Andree Brüning und der DITIB-Vorsitzende Abdurrahman Kol (v. l.). Foto: Andreas Steindl
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Eine weitere Chance zum informativen Besuch der Moschee besteht am 3. Oktober zum „Tag der offenen Moschee“. Foto: Andreas Steindl
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Nur 20 Prozent der Räume der neuen Yunus Emre Moschee werden für Gebete genutzt, der Rest dient sozialen Zwecken. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Jürgen Kutsch staunte nicht schlecht, als er am Dienstagabend die Yunus Emre Moschee an der Stolberger Straße betrat. Dort warteten bereits rund 100 Teilnehmer, die seiner Einladung zur 11. Auflage der „Park-Gespräche“ gefolgt waren.

 „Wirtschaft verbindet“ lautete das aktuelle Motto der Veranstaltungsreihe, die Kutsch, Initiator und Vorsitzender der Stiftung Jürgen Kutsch, Anfang 2014 im Aachener Ostviertel ins Leben gerufen hatte. Das oberste Ziel: Die Integration und Begegnung der unterschiedlichsten Menschen im Viertel zu fördern.

Das Konzept ging auch an diesem Abend auf. Menschen unterschiedlichster Nationen, Religionen und Altersklassen, aus Politik, Verwaltung, Kultur, Wirtschaft oder einfach nur privat kamen zunächst in den Genuss einer umfassenden Führung durch die Moschee.

Abdurrahman Kol, Vorsitzender der DITIB Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Aachen, gewährte dabei spannende Einblicke in die noch nicht ganz fertiggestellte Moschee – vom Gebetsraum, den eine gigantische Glaskuppel überragt, über Sozialwohnungen in der obersten Etage bis hin zu den vielen Gesellschaftsräumen.

„Von rund 3500 Quadratmetern Gesamtfläche entfallen lediglich rund 20 Prozent auf Gebetsräume, der Rest dient sozialen Zwecken. Die Moschee soll nämlich ein Begegnungszentrum, ein Ort für alle sein“, so Kol. Auch er freute sich über das große Interesse, auch wenn diese Situation für ihn nicht neu war. Regelmäßig führt er Menschen durch die Moschee, so auch wieder am 3. Oktober zum „Tag der offenen Moschee“.

Nach der Erkundung der Moschee bat Kutsch gemeinsam mit Kol und Andree Brüning, Vorsitzender der BKU Diözesangruppe, zu Tisch. Denn dieses Ritual hat Tradition bei den alle zwei Monate stattfindenden Park-Gesprächen.

„Die Menschen sollen miteinander ins Gespräch kommen und das geht am besten beim gemeinsamen Essen“, erklärt Kutsch. In der Tat: Es wurde diskutiert, Fragen wurden gestellt, Meinungen ausgetauscht – harmonisch, wenn auch teils kontrovers.

Unter den zahlreichen Gästen befand sich auch Monika Lang. Sie ist Aufsichtsratsmitglied des generationenübergreifenden Wohnprojekts „LebensWeGe eG“, welches im Januar in der Mataréstraße bezugsfertig sein soll. „Ich bin sowieso in der Nachbarschafts- und Quartiersarbeit im Ostviertel aktiv. Daher finde ich die Park-Gespräche klasse. Der Einblick heute in die Moschee war sehr beeindruckend.“

Ähnlich sah dies Sascha Apel, der zu der Veranstaltung gleich seinen siebenjährigen Sohn mitbrachte. „Auch Kinder sollten schon für andere Kulturen und Religionen sensibilisiert werden“, erklärt er.

Kulinarisch verwöhnt wurden die Gäste mit verschiedenen türkischen Speisen, die von Aynur Kazak vorbereitet wurden. Sie betreibt den Kennedy-Grill in der Elsassstraße. „Ich lebe seit über 45 Jahren in Aachen. Veranstaltungen wie diese fördern das friedliche Miteinander“, freut sie sich.

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