„Die Nacht der spirituellen Lieder“ in St. Peter bietet besondere Momente

Von: David Grzeschik
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Nacht der spirituellen Lieder: In St. Peter verfolgten 300 Menschen die ganz besonderen Lieder, die eine Auszeit von der vorweihnachtlichen Hektik boten. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Je näher es auf Weihnachten zugeht, desto stressiger wird es für viele. Die Einkaufsstraßen füllen sich und zahlreiche Menschen begeben sich auf die Jagd nach Last-Minute-Geschenken. Mit Besinnlichkeit, zu der die Adventszeit eigentlich aufruft, hat das alles wenig zutun.

Mitten in der Innenstadt, in der Kirche St. Peter am Bushof, entschieden sich jetzt rund 300 Menschen bewusst gegen den vorweihnachtlichen Trubel. Gemeinsam mit Alwine Deege, Abhiti Ilka Kunz, Mark Fox, Angelika Thomé und Barbara Swetina trafen sie sich zur 49. Auflage von „Die Nacht der spirituellen Lieder“. Sie sangen eingängige Melodien, heilige Gesänge aus verschiedenen Kulturen und Mantras.

Gestartet war die Veranstaltungsreihe, die zunächst als einmaliges Event geplant war, im Juni 2004 als Projekt von Alwine Deege und Abhiti Ilka Kunz. Der Auftakt, so beschreibt es Kunz heute, sei ein riesiger Erfolg gewesen. Auf Anhieb erreichten sie hunderte Menschen, zudem fiel das Feedback ausgesprochen positiv aus. Es folgten weitere Auflagen der Singnächte, denen allen derselbe Gedanke zugrunde lag. „Niemand muss bei uns ein Profi-Sänger sein, es geht darum, dass es von Herzen kommt“, betonten die Veranstalterinnen.

Von Aachen breitete sich die Veranstaltung schließlich weiter aus. Inzwischen finden spirituelle Liedernächte in Düsseldorf, Köln, Berlin und unzähligen weiteren Städten statt. Abhiti Ilka Kunz hätte nicht damit gerechnet, dass das im Kleinen gestartete Projekt einmal so groß werden würde. „Für die Ausbreitung haben wir nichts getan. Es waren unsere Gäste, die von der Idee angetan waren und in anderen Städten begannen, ebenfalls Singnächte zu etablieren“, so Kunz.

„Gerade in diesen bewegten Zeiten, in denen uns schlimme Nachrichten überhäufen und Ohnmacht und Angst unter den Menschen wächst, ist es so wichtig, dass wir uns verbinden und aufstehen, dass wir uns sammeln und die Hoffnung stärken“, sagte Deege zu Beginn der Veranstaltung. Ähnlich sah das die Wiener Sängerin Barbara Swetina, die zu der Veranstaltung nach Aachen gekommen war. „Durch unsere Einstellung können wir alle ein Licht anzünden und die Dunkelheit wird weniger in der Welt.“

Wichtig ist den beiden Organisatorinnen bei alledem, dass „Die Nacht der spirituellen Lieder“ nie eine kommerzielle Veranstaltung war - und auch in Zukunft keine werden wird. Die Künstler treten ohne Gagen auf, stattdessen steht die Freude am Singen im Vordergrund.

Am Ende eines langen Abends zeigte sich Alwine Deege hochzufrieden. „Es war wunderbar! 300 Menschen haben begeistert gesungen und sich von den Herzens – und Seelenliedern berühren und bewegen lassen.“ Es habe eine „intensive, besinnliche, freudige und auch kraftvolle“ Atmosphäre geherrscht – wie in einer großen Singfamilie.

Dass es 2017 mit der „Nacht der spirituellen Lieder“ weitergeht, steht fest. Drei Termine haben Deege und Kunz angesetzt. Voll Vorfreude blicken die beiden Initiatorinnen besonders auf den 24. März. Dann findet in der City-Kirche St. Nikolaus ab 19 Uhr die 50. Auflage der Veranstaltungsreihe statt.

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