Die Nacht der Europäischen Kultur

Von: Sarah Siemons
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Aachen. Während die Europäische Union in Prag über die politische Einheit debattiert, sprechen fünf Männer in Aachen lieber über die Vielfalt.

„Denn diese haben wir bei der zweiten Kontinentalen ins Auge gefasst”, sagt Olaf Müller vom Kulturbetrieb der Stadt. Mit der Nacht der europäischen Kultur am 16. Mai zeigt das Team um Rick Takvorian mit 15 Events an zehn Orten einen Querschnitt durch diese Vielfalt.

Ragga-Musik mit „Tre Cani” und Balkan Beats in der Bar Museo, Electronic Music mit dem Stockhausen-Festival im Alten Kurhaus, eine Lesung mit Musikimprovisationen in der Citykirche, englisch-amerikanischer Blues im Dumont, französische Popmusik im Egmont gehören dazu.

Aber nicht nur Musik wird dem Publikum geboten, das ab 20 Uhr per kostenlosem Shuttlebus über die Gräben und den Alleenring von Ort zu Ort gebracht wird. Im Jakobshof präsentieren acht Designerteams ihre Modeideen bei Catwalks und einem Nighshopping. Die europäische Sprachenvielfalt wird in der Raststätte bei einem Poetry Slam aufgegriffen. „Wir haben uns nicht nur Gedanken um das Was sondern auch um das Wo gemacht”, erklärt Takvorian. „Und zum ersten Mal werden wir auch im Super C vertreten sein.”

Darauf freut sich besonders der Komiker Globo, der kurzfristig eingesprungen ist, nachdem der belgische Künstler Kamagurka abgesagt hatte. „Für Hautreizungen sorgen ja schon die Luftwerte, wie ich heute lesen durfte. Ich werde für die Reizung des Zwerchfells sorgen”, sagt Globo. Im Gebäude der RWTH zeigt ab 21 Uhr zunächst das Duo „HubweberBlonkBabylonisch” Lautpoesie.

Die Österreicherin „Gustav” und die Ukrainer „Mariana Sandovska & Borderland” ergänzen das Programm von Globo und der Lesung des Journalisten Tobias Rapp im Super C. Mit einem Ticket für die Kontinentale stehen den Nachtschwärmern alle Beiträge und alle Veranstaltungsorte offen. Doch auch, wer sich nur einzelne Künstler ansehen möchte, kann dies in diesem Jahr tun. In der Bar Museo oder im Egmont zum Beispiel.

„Das war eine Anregung der Besucher, die wir umgesetzt haben”, erklärt Takvorian. Rund 2500 Menschen seien bei der Premiere 2008 unterwegs gewesen. Jetzt hofft das Vorbereitungsteam auf ein größeres Interesse. „Doch die Räume sind natürlich begrenzt, und auch gerade deshalb gewählt”, erklärt Richard Mariaux vom Klenkes Verlag. „Doch wir haben größere Busse im Einsatz, ein stimmigeres Programm gewählt. Eine Mischung, die passt und trotzdem die Vielfalt Europas widerspiegelt.”
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