Die meisten Händler sind mit Umsatz zufrieden

Von: Andreas Gabbert
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Der Endspurt hat begonnen: Jetzt wird es Zeit, die letzten Geschenke zu besorgen. Für den Einzelhandel sind die Tage vor dem Weihnachtsfest besonders wichtig. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Zeit wird langsam knapp. Wer jetzt noch kein Weihnachtsgeschenk für seine Lieben hat, dem bleiben nur noch zwei Tage, um ein paar hübsche Socken, ein Parfüm oder eine Krawatte zu besorgen.

Eins ist dabei beruhigend, oder bei dem Gedanken an das Gedränge in den Geschäften wohl eher beunruhigend: Man wird nicht der Einzige sein.

Sebastian (28) und Thorsten (24) sehen das gelassen. In aller Ruhe lassen sie sich auf dem Aachener Weihnachtsmarkt ihren Glühwein schmecken. „Ich muss nur noch eine Kleinigkeit für meine Freundin besorgen”, sagt Sebastian und nippt an seiner Tasse. Thorsten hat noch ein etwas größeres Programm vor sich, lässt sich aber auch nicht nervös machen. Die Verwandtschaft will noch bedacht werden: „Ich werde einige Aachener Spezialitäten kaufen”, sagt der junge Mann. Und um das Festtagsmenü müssen sich die beiden Männer ohnehin keine Gedanken machen. „Gegessen wird bei den Eltern oder den angehenden Schwiegereltern.”

Während sich die jungen Männer auf das Fest einstimmen, ist Manfred Piana noch intensiv beschäftigt. „Die letzten Tage sind wichtig für das Weihnachtsgeschäft”, weiß der Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Aachen-Düren. Dann würden die letzten Geschenke gekauft und die Vorbereitungen für das Festtagsessen getroffen.

Insbesondere mit Blick auf das direkt an die Weihnachtsfeiertage anschließende Wochenende rechnet Piana damit, dass sich viele mit Lebensmitteln eindecken werden. Zwischen Weihnachten und Silvester würde dann mit den erhaltenen Geldgeschenken noch der ein oder andere Wunsch erfüllt, und auch so mancher zum Fest erhaltene Gutschein würde zu dieser Zeit gerne eingelöst. Deshalb sei mit einer Bilanz des Weihnachtsgeschäfts erst am Ende des Jahres zu rechnen, sagt Piana.

Ein Zwischenfazit lässt er sich dennoch entlocken: „Drei Viertel der Händler, mit denen wir gesprochen haben, sind zufrieden bis sehr zufrieden. Das Geschäft hat zwar nur langsam begonnen und später erst Dynamik entwickelt. Das setzt sich hoffentlich noch fort.”

Der Wintereinbruch am Wochenende lässt Piana kalt. Der Andrang sei zwar „nicht riesig” gewesen, man sei aber zufrieden, zumal der Wintereinbruch gut für den Textilhandel sei. Es gebe nun eine große Nachfrage nach Wintersportbekleidung und nach Bettwaren, wie zum Beispiel Daunendecken.

Und was die Aachener ihren Lieben gerne schenken, weiß Piana auch zu beantworten: „Die Leute haben die klassischen Weihnachtsgeschenke gekauft: Düfte, Kosmetik, Bücher, Wintersportartikel, Kinderspielzeug und Schmuck.” Aber auch technische Geräte wie Fernseher, MP3-Player und Spielekonsolen würden gerne gekauft. Geschenk-Gutscheine ständen ebenfalls hoch im Kurs.

Die Händler hatten auch am Montag wenig zu klagen. Besonders lang waren die Schlangen in Buchhandlungen, Lebensmittelgeschäften und in Geschäften für Deko- und Geschenkartikel. Weniger gut sah es allerdings bei Juwelieren und Uhrmachern aus. Nur wenige Menschen bestaunten die Auslagen oder verirrten sich gar in einen der Läden. Bezeichnenderweise wollte sich in sechs verschiedenen Juwelierläden niemand zum Weihnachtsgeschäft äußern. Reger Betrieb herrschte hingegen bei der Post. Weihnachtspaket der Lieben in der Ferne wurden abholt oder Weihnachtsgrüße noch verschickt.

Wer jetzt immer noch kein Weihnachtsgeschenk hat, wird dem Gedränge in den Aachener Geschäften wohl nur schwer entkommen. Den Handel aber wird es freuen, und die Lieben zuhause werden es danken.
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