„Die Lüge“: Wie viel Wahrheit hält eine gute Freundschaft aus?

Von: Marie Eckert
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Wahrheiten und Unwahrheiten: Am Freitag hat das Stück "Die Lüge" im Grenzlandtheater Premiere. Es spielen Franziska Arndt, Jonas Eckert, Guido Renner und Julia Wolff. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Lügen haben kurze Beine“ oder „Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“ – zum Thema „Lügen“ gibt es unzählige Sprichwörter, Weisheiten und Zitate. Wo endet die Wahrheit und wo beginnt die Lüge? Bei Alltagsflunkereien, höflichen, aber unehrlichen Floskeln oder erst beim Betrug?

Und gibt es so etwas wie die Lüge als Freundschaftsdienst? „Die Lüge“ heißt passenderweise auch das neue Stück nach Florian Zeller im Grenzlandtheater, bei dem sich die Akteure mit genau solchen Fragen auseinandersetzen müssen.

Alice (Julia Wolff) und Paul (Jonas Eckert) erwarten ihre besten Freunde Laurence (Franziska Arndt) und Michel (Guido Renner), ein gleichaltriges Ehepaar, zum Essen. Kurz bevor die beiden eintreffen, hat Alice plötzlich keine Lust mehr und versucht Paul zu überreden, das Treffen abzusagen. Paul hakt nach und es kommt heraus, dass Alice Michel dabei gesehen hat, wie er in der Stadt eine andere Frau geküsst hat. Was soll sie nun tun – ihrer besten Freundin die Wahrheit sagen oder den ganzen Abend über so tun, als wäre nichts geschehen? Als Alice Paul endlich davon überzeugt hat, den Abend abzusagen, stehen die beiden Gäste schon vor der Tür.

Einen ehrlichen, wahren, aber unterhaltsamen und komischen Abend verspricht Uwe Brandt, Intendant des Grenzlandtheaters. Regie führt Jens Pesel, der sich im Vorfeld intensiv mit dem Thema beschäftigt hat. „Unser Alltag ist von Lügen übersät“, betont er. „Aber wenn wir auf jede kleine Lüge verzichten würden, kämen wir uns ständig ins Gehege.“ Ob es besser ist, in manchen Situationen zu schweigen oder nicht, darüber kommt auch das Ehepaar im Stück in einen Konflikt. Während Paul sich einfach heraushalten und Frieden wahren will, sieht Alice sich verpflichtet, ihrer Freundin die Wahrheit zu sagen. „Kein Wort zu Laurence – versprichst du mir das?“, sagt Paul nachdrücklich zu seiner Gattin, als es an der Tür schellt. Ihre schlichte Entgegnung: „Nein.“

Und so streut Alice immer wieder Provokationen und Anspielungen in die Gespräche, und Paul hat alle Hände voll zu tun, das Geheimnis zu wahren. Es entsteht ein Schlagabtausch, der sich gewaschen hat, und im Mittelpunkt steht die Frage, wie viel Wahrheit eine Freundschaft überhaupt aushält.

Das Stück feiert am Freitag, 11. März, 20 Uhr, im Grenzlandtheater Premiere und ist bis Mitte April noch dort zu sehen. Tickets gibt es im Kundencenter Medienhaus in der Tourist-Info am Elisenbrunnen. Weitere Informationen unter www.grenzlandtheater.de und Telefon 0241 4746111.

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