Aachen - Die Kur- und Badegesellschaft feiert ihren 80. Geburtstag

Die Kur- und Badegesellschaft feiert ihren 80. Geburtstag

Von: Julia Gröbbels
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Präsentierten zum Geburtstag eine wissenschaftliche Abhandlung: Geschäftsführer Werner Schlösser (links), Juliano des Assis Mendonca, Prof. Paul Thomes (rechts). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Schon die Kelten und Römer wussten sie zu nutzen. Kaiser Karl machte ihretwegen die Stadt Aachen zur bedeutendsten Stadt im Frankenreich. Spätestens jetzt wird klar: Die Rede ist von den Aachener Heilquellen. Heute sind die Quellen untrennbar mit der Kur- und Badegesellschaft mbH verbunden, die zum Jahreswechsel ihr 80-jähriges Bestehen feierte.

1932 löste sie die zuvor bestehende „Aktiengesellschaft für den Kur- und Badebetrieb“ ab. Seither befindet sich die „KuBa“ zu 100 Prozent in städtischem Eigentum. Seit vielen Jahren kümmert sie sich nicht nur um die Aufgaben der Kurverwaltung für das Heilbad Aachen. Sie betreibt auch den Campingplatz am Branderhofer Weg, unterhält das „Haus des Gastes“ in Burtscheid und führt die Carolus Thermen, die seit nunmehr zwölf Jahren die Aachener Badetradition auf moderne Art fortsetzen.

„Die Geschichte der KuBa ist facettenreich, denn sie hat viele Höhen und Tiefen erlebt“, sagt Geschäftsführer Werner Schlösser, der bereits seit 1985 im Amt ist. „Wir wollen uns aber gar nicht so sehr mit der Geschichte unserer Gesellschaft beschäftigen, sondern wollen aus diesem Anlass eine wissenschaftliche Veröffentlichung vorstellen, die sich mit der Geschichte der Aktiengesellschaft von 1914 bis 1932 beschäftigt“, so Schlösser.

Denn anlässlich des Jubiläums erscheint dazu unter Begleitung von RWTH-Prof. Dr. Paul Thomes im Shaker Verlag der Band 9 der Aachener Studien zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte unter dem Titel „Geschichte der Aktiengesellschaft für Kur- und Badebetrieb der Stadt Aachen 1914-1933“ von Juliano de Assis Mendonça. Der Autor wurde 1983 in Aachen geboren. Er studierte an der RWTH Aachen Geschichte, Politische Wissenschaft und Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Seit Juli diesen Jahres promoviert er an der Universität Köln.

„Obwohl kaum ein anderes Unternehmen das Aachener Stadtbild so geprägt hat wie die Aktiengesellschaft für Kur- und Badebetrieb [...] war ihre Entwicklung bislang ein nahezu unbekannter Teil der Stadtgeschichte“, schreibt er. „Gestützt auf umfassende Materialien des Stadtarchivs und der Kurverwaltung versucht Mendonça, die vorliegende Lücke in der Wirtschafts- und Sozialgeschichte zu schließen. Vielleicht kann die Publikation hier als Stein des Anstoßes im positiven Sinne dienen“, sagt Thomes. Er sieht das Jubiläum nicht als Anlass, sich am Erfolg des Unternehmens zu ergötzen. Vielmehr gehe es darum, die Rückschau zu nutzen, um sich inspirieren zu lassen und daraus ein weiteres Stück Zukunft zu schaffen“, so Thomes.

Zurzeit entwickelt die KuBa einen „Masterplan 2013-2015“ für die Carolus Thermen. „Das Wellness- und Freizeitverhalten unserer Gäste hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Auch der gesamte Markt ist in Bewegung. Dem müssen wir Rechnung tragen und das Konzept der Carolus Thermen an diese Entwicklung anpassen“, sagt Schlösser. Oberbürgermeister Marcel Philipp blickt optimistisch in die Zukunft der KuBa: „Ich gehe davon aus, dass wir auch das 100. Jubiläum des Aachener Kur- und Badebetriebs zusammen feiern werden.“

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