Aachen - Die Kundgebung in Düsseldorf ist ein kleiner Warnschuss

Die Kundgebung in Düsseldorf ist ein kleiner Warnschuss

Von: sil
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Abfahrt Verdi nach Düsseldorf
Abfahrt Verdi nach Düsseldorf

Aachen. „Wir sind ganz schön sauer”, beschrieb Corinna Gross die Stimmung unter den Aachener Teilnehmern des NRW-Warnstreiks. Die Bezirksgeschäftsführerin von Verdi Aachen-Düren-Erft war mit rund 60 Beschäftigten im öffentlichen Dienst zur Demo nach Düsseldorf gefahren.

Während sie am Telefon von dem Streik berichtete, waren die lauten Pfiffe und Protestrufe im Hintergrund nicht zu überhören. Die Gewerkschaften fordern ein Gehaltsplus von 50 Euro und eine zusätzliche Einkommenserhöhung von drei Prozent. Dazu sprachen vor dem Landtag die Tarifverhandlungsführer, Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske und Frank Stöhr vom Beamtenbund dbb.

Unter den Streikenden waren Beschäftigte der Hochschule und der Finanzämter sowie rund zehn Mitarbeiter des Uniklinikums.

Peter Asché, Kaufmännischer Direktor des Uniklinikums, hatte die Mitarbeiter vorab mit einem Schreiben über ihre Rechte und Pflichten im Fall eines Streiks und über mögliche Auswirkungen aufgeklärt. Darin hieß es, „die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dürfen sich an rechtmäßigen Arbeitskampfmaßnahmen beteiligen, wenn sie nicht zur Leistung von Notdienst verpflichtet sind”. Auf Anfrage der AZ, der das Schreiben vorliegt, erklärte Asché, dass man eine gemeinsame Notdienstregelung mit den Gewerkschaften abgeschlossen habe.

Möglich, dass diese bald greifen wird. Am 9. März gehen die Tarifverhandlungen in die nächste Runde. Die Streikenden wollen vorab Druck machen. „Es ist ein kleiner Warnschuss”, sagte Gross. Wenn der nicht wirkt, ist ein großer Streik - auch im Aachener Uniklinikum - nicht länger auszuschließen.
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