Die Krüzzbrür küren ihren „Hammerschmied“

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
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Der neuer Krüzzbrür-Ordensträger: Michael Hammers (8v.r) präsentiert sich im Kreie seiner Vorgänger und des Vorstands. Foto: Martin Ratajzcak

Aachen. Es war nicht nur eine durchweg närrische, sondern ebenso spektakuläre Sessioneröffnung, die der Pfarrausschuss Heilig Kreuz jetzt veranstaltete. Närrisch, da es die 4 x 11. war, bei der ein neuer Krüzzbrür-Ordensträger vorgestellt wurde.

Und das nicht nur in dem bewährten Rahmen von „Dicken Bohnen mit Schinken“ aus den Kochkesseln von Hans Gillessen, der den Krüzzbrürn jetzt seit 60 Jahren als Mitglied angehört, wie es Franz-Josef Staat als Pfarrausschuss-Vorsitzender lobend anerkannte.

Es war vielmehr die gewohnte Atmosphäre der Sessionseröffnungen, bei denen sich die Herren wie immer gegenseitig mit Geistesblitzen, Bonmots und spöttelnder Ironie überboten. Und, dass sie als Pfarrausschuss von Heilig Kreuz nicht nur mit Kirchenliedern vertraut sind, sondern auch gesellig sangesfreudig sind, erfreuen sie sich großer Beliebtheit. Neu im Repertoire war ihre Hommage auf den neuen Krüzbrür-Ordensträger Michael Hammers (49). Mit diesem Lied aber war dessen Biografie bereits angedeutet: „Hammerschmied, das Bier soll laufen. Wir schmieden das Eisen solang es noch geht“. Willy Schell tat das Seine und stimmte: „Hoch die Gläser“ an

Geboren im Burtscheider Marienhospital, aufgewachsen in Laurensberg, hatte er nach dem Abitur am Kaiser-Karls-Gymnasium das Handwerk der Schmiede erlernt. Er sei „intelligent, fleißig und sauber“, bescheinigte ihm sein Meister und sagte ihm eine große Karriere voraus. Wie recht er hatte. Nach der Meisterprüfung gründete Michael Hammers eine eigene Werkstatt. Doch dem nicht genug. Er hatte die Vision, Kunst, Architektur und Handwerk unter einem Dach zu vereinigen, absolvierte eine Gesangsausbildung, die er als Tenor abschloss. Eine Kostprobe seiner stimmlichen Qualitäten bot er mit einem „Kleinen Vogellied“, am Klavier begleitet von Ina Otte.

Heute ist Michael Hammers ein weltweit bekannter und bedeutender Designer und Konstrukteur. So berichtete Pfarrer Heinrich Korr von dem Golgatha-Kreuz, das Hammers Kunstschmied für die Grabeskirche in Jerusalem angefertigt und dort auf der Kuppel errichtet hat. Ein dreieinhalb Meter großer Kristallstern vor dem Rockefeller Center in New York, die „goldene Wand“ im Mozart-Haus in Salzburg und die Crystal Wall in der Lobby des Twin Towers des World Financial Centers in Peking sind Zeugen seiner Genialität.

Ein spontanes Rededuell lieferten sich während der Moderation von Vorstandsmitglied Dr. Rainer Klügel fünf der anwesenden 13 Krüzzbrür-Ordensträger: Professor Dr. Max Kerner, Dr. Manfred Birmans, Professor Bernd Mathieu, Dr. Wendelin Haverkamp und Dr. Karl Allgaier. Wenn da nur nicht mehrmals auch eine der in dieser Herrenrunde in der Minderheit anwesenden Begleiterinnen versucht hätte, die Sicht der Dinge auf weibliche Art zu interpretieren... Eine gegen alle! Es tat der Heiterkeit keinen Abbruch. Die Ordensverleihung an Michael Hammers erfolgt am 12. Januar 2016 traditionell in der Vereinsgaststätte „Am Knipp“.

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