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„Die kleine Hexe”: Plötzlich fallen Steine statt Schneeflocken

Von: Laura Hentz
Letzte Aktualisierung:
Probe beim Aachener Heimatthea
Probe beim Aachener Heimattheater: „Die kleine Hexe” ist ein Märchen, das den Kindern die Angst vor den Fantasiegestalten nehmen soll. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. So klein ist die kleine Hexe gar nicht, nur jung an Jahren: Mit 127 Jahren ist sie in der Hexenwelt noch grün hinter den Ohren, denn die anderen Hexen sind über 3000 Jahre älter als sie. Um es den Anderen zu zeigen, will sie am Tanzwettbewerb für die Walpurgisnacht teilnehmen.

Ein Jahr hat sie Zeit, die Tanzerlaubnis zu bekommen. Die Oberhexe stellt nur eine Bedingung: „Wenn du bis dahin perfekt zaubern kannst und eine gute Hexe geworden bist.” Daraufhin übt die kleine Hexe wo sie nur kann. Aber es klappt nicht immer alles auf Anhieb. Statt Schneeflocken fallen da schon mal Steine vom Himmel und der bunte Papagei Papapito ist plötzlich ein schwarzer Rabe.

Das Aachener Heimattheater erzählt in seinem diesjährigen Weihnachtsmärchen die Geschichte der kleinen Hexe. Besonders der Gegensatz von Gut und Böse soll für die Kinder verdeutlicht werden. Dafür hat der Spielleiter Bernd Dreyer das Stück extra angepasst und für seine Botschaft wichtige stellen betont: Ein armes Mädchen verkauft Papierblumen, die niemand will; die kleine Hexe verwandelt sie in duftende Blumen, um ihr zu helfen.

„Aber Gutes tun macht halt nicht die gute Hexe aus”, schmunzelt Dreyer. Böse Taten seien im Hexenreich viel eher gefragt. Damit es da nicht zu Missverständnissen kommt, setzt das Theater auf Interaktion: Da fragt die kleine Hexe schon mal: „Was soll ich jetzt Zaubern?” Das bringe Spontanität, denn die Kleinen reagierten jedes Mal anders, meint Dreyer und erzählt: „Die Kinder wollten schon mal die Bühne stürmen und den Guten helfen.”

Dabei geht es den Verantwortlichen zwar auch um die Unterhaltung - aber noch um viel mehr. Kindern andere kulturelle Welten zeigen und ans Theater heranführen, das ist das Ziel der Gruppe - auf der Bühne und im Publikum. Dabei helfen auch Hase und Igel. Die beiden Traditionsfiguren des Aachener Heimattheaters führen Kinder ab 4 Jahren durch das Stück. „Sie können Angst nehmen, vor den Hexen und zeigen, dass die gar nicht so böse sind”, erklärt die Jugendgruppenleiterin Heike Mi-ckisch. Die kleine Hexe ist dabei die ideale Figur, um diesen Anspruch Realität werden zu lassen. Und Spaß bereitet sie auch noch.

Die Premiere findet am 20. November statt

Das Theaterstück feiert am 20. November Premiere im Eurogress. Es folgen Aufführungen am 27. November und 4. Dezember.

Tickets sind im Vorverkauf für 9 Euro zzgl. VVK-Gebühr im Service-Center des Zeitungsverlags (Mayersche), Buchkremerstraße 1-7, erhältlich. Die Tageskarte kostet 11 Euro. Weitere Informationen und Kartenreservierung im Internet.

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