Aachen - Die Kirche gegen Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung

Die Kirche gegen Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung

Von: Felicitas Geßner
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Setzen weiter auf Solidarität: Die Vertreter der beiden großen Kirchen hoffen wieder auf große Resonanz bei der Kollekte gegen Langzeitarbeitslosigkeit in der Städteregion. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Wir müssen ein Stück Empörung wachhalten, die Gesell-schaft muss die demoralisierende Wirkung von Langzeitarbeitslosigkeit auf die betroffenen Menschen in der Städteregion Aachen wahrnehmen“, appelliert Hans-Peter Bruckhoff, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Aachen.

Um eben diese Langzeitarbeitslosen zu unterstützen, ihnen in den vielen Arbeitsloseninitiativen eine neue Perspektive zu geben, rufen die evangelische wie auch die katholische Kirche in der Städteregion zu einer Solidaritätskollekte in den Messen am 3. und 4. Mai oder zu Spenden auf ein dafür eingerichtetes Konto auf.

„Vor allem junge Menschen wachsen oft zwangsläufig in die Arbeitslosigkeit ihrer Eltern hinein. Wir müssen ihnen eine Perspektive geben, um diesen verhängnisvollen Kreislauf zu durchbrechen“, sagt Josef Wienand, Regionaldekan in Aachen-Land. Durch verschlechterte Rahmenbedingungen bei Förderprogrammen und Auftragsvergaben verdüstere sich die Lebensperspektive der langzeitarbeitslosen Menschen spürbar weiter, so Alois Poquett, Vorstand von Pro Arbeit, dem Dachverband der Arbeitsloseninitiativen. Seine kirchlichen Mitstreiter und er fordern deshalb einen öffentlich geförderten Arbeitsmarkt und eine langfristige Absicherung für die Projekte der Initiativen, die die betroffenen Menschen einstellen kann.

„Wir wollen den Menschen, denen es gut geht, die soziale Ausgrenzung Langzeitarbeitsloser zeigen, wir wollen, dass sie sich mit ihnen solidarisieren und sie bei den Bemühungen, in der Gesellschaft wieder Fuß zu fassen, unterstützen“, erklären auch Holger Brantin, Sprecher des Katholikenrats Aachen-Stadt, und sein Kollege Alfons Bäumer, Vorsitzender des Katholikenrats Aachen-Land.

„Die Kirchen selbst investieren in die Langzeitarbeitslosen in der Städteregion und setzen mehr als 400 000 Euro aus Kirchensteuergeldern jährlich für diese Menschen ein“, berichtet Gerd Mertens, Referent im Büro der Regionaldekane. Weiter 65 000 Euro kämen weiterhin aus Kollekten, Einzelspenden und dem Solidaritätslauf im September dazu.

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