Aachen - Die Katho setzt ein Zeichen für aktiven Umweltschutz

Die Katho setzt ein Zeichen für aktiven Umweltschutz

Von: mas
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Setzen auf Recyclingpapier: von links Ute Andrea Lammel, Dekanin der Katholischen Hochschule (Katho), Julius Voigt-Keller von Greenpeace und Frank Martin, Verwaltungschef der Katho. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „In diesen Zeiten ist es eine zwingende Notwendigkeit, auf Recyclingpapier umzustellen“, sagt die Dekanin der Katholischen Hochschule (Katho), Ute Antonia Lammel, und hat demnach nur zu gern dem Ansinnen von Greenpeace Aachen Folge geleistet.

Die Umweltorganisation macht sich schon seit geraumer Zeit stark dafür, dass Hochschulen und öffentliche Einrichtungen Recyclingpapier nutzen: Dabei gingen die Stadt und die RWTH mit gutem Beispiel voran. Für Lammel ist der Einsatz von Recyclingpapier nur ein Baustein in einer Kette von Aktionen an der Katho, die dem Umweltschutz dienen.

Mit gutem Beispiel vorangehen

Gerade die Studenten könnten später im Berufsleben als gutes Beispiel mit Blick auf ökologisches Verhalten vorangehen, meint auch Frank Martin, Verwaltungsleiter der Katho. Umso wichtiger sei, dieses Verhalten bereits an der Hochschule zu leben. Laut Julius Vogt-Keller von Greenpeace arbeitet die Organisation seit vielen Jahren zum Thema Papier.

Und obwohl sich Recyclingpapier heute sichtbar nicht von herkömmlichem Papier unterscheidet, seien die Vorbehalte oft noch sehr groß, sagt er und versichert: „Recyclingpapier kann heute problemlos auch im Drucker verwendet werden.“ Und wer es nutze, der erspare der Umwelt große Belastungen. Für die Herstellung von nur 1000 Blatt Frischfaserpapier werden laut Greenpeace 15 Kilo Holz, 160 Liter Wasser und über 30 Kilowattstunden Strom verbraucht.

Greenpeace musste nicht lange argumentieren, um die Dekanin der Katho zu überzeugen. Lammel hält die Umstellung für eine Selbstverständlichkeit und verweist darauf, dass allein die Umbauarbeiten an der Katho in der letzten Zeit alle Energien gebündelt hätten. Sonst hätte man sich längst mit dem Thema beschäftigt. „So offen wie die Dekanin sind aber längst nicht alle“, meint Vogt-Keller.

Es gebe durchaus noch immer sehr viele Vorbehalte gegen Recyclingpapier. Dabei sehe das heute so aus wie jedes andere Papier auch. Und es sei in seiner Druckqualität und in der Alterungsbeständigkeit konventionellem Frischfaserpapier längst gleichwertig.

Greenpeace hofft nun, auch die FH für den Einsatz von Recyclingpapier begeistern zu können. „Dann hätten wir alle drei Aachener Hochschulen mit im Boot“, meint Vogt-Keller. Auch die Sparkasse Aachen und das Bistum Aachen sind bereits mit von der Partie. An der Katho wünscht sich die Dekanin Poster, die auf das recycelte Papier hinweisen und die wesentlichen Argumente für seine Nutzung nennen.

Eine Idee, die Vogt-Keller gerne aufgreift. Die Katho verbraucht jedes Semester 40.000 Blatt Papier. „Die Umstellung auf Recyclingpapier verursacht so gut wie keine zusätzlichen Kosten“, sagt Frank Martin. Dafür erspare die Umstellung der Umwelt aber jede Menge Belastungen, ist Vogt-Keller überzeugt. Ein kleiner Ratgeber für Papier gibt unter anderem Tipps, wo man recyceltes Papier bekommen kann. Er kann unter www.greenpeace-aachen.de eingesehen werden.

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