Die Hörner können jetzt tief durchatmen

Von: tdt
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Der Ball soll rollen auf dem neuen Hörner Kunstrasen: Pfarrer Bernd Föhr, Vereinsvorsitzender Uwe Rautenberg, OB Dr. Jürgen Linden und der Vorsitzende des Sportausschusses, Hans Herff, legten bei der Eröffnung Hand und Schere an. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Auf der Hörn gab es Zeiten, da schloss man am Wochenende Türen und Fenster, um den wüstengleichen Schwaden zu entgehen, die vom naheliegenden Sportplatz der „Sportfreunde” herüber wehten.

Doch nun hat er endgültig ausgedient, der gute alte Aschenplatz beim SVS Hörn 1948 e.V.

Die Nachbarn atmen im wahrsten Sinne durch, das Knie der Fußballer wird von Wunden genauso verschont wie die Mütter von Überstunden an der Waschmaschine.

Gras hörte auf dem frischeröffneten Platz jedoch auch niemand wachsen - auch wenn Oberbürgermeister Jürgen Linden vor dem Durchschneiden des obligatorischen Bandes noch vom „Sähen des Rasens” sprach.

Kunstrasen - das ist der Spieluntergrund des 21. Jahrhunderts: solider Boden, Sand,Granulat, Gummistoppeln und insbesondere eine gute Drainage, durch die alles abfließt, was früher noch den Spielabbruch bei Regen nach sich gezogen hätte.

Selbst bei Schnee ist der neue Ganzjahresplatz bespielbar, ganz zur Freude des Sportfreunde-Präsident Uwe Rautenberg, der sich bei allen Beteiligten des knapp 500.000 Euro teuren Projekts bedankte. „Der Platz fiel nicht vom Himmel, Sponsoren, Organisatoren und Mitglieder haben das ermöglicht.”

Den Löwenalteil trug die Stadt, aber hunderttausend Euro hat der Verein seit Baubeginn im Mai 2008 selbstständig aufgebracht. Ganz zur Freunde des Oberbürgermeisters, der die Eigeninitiative des Vereins lobte - auch die fußballfernen Abteilungen des knapp tausend Mitglieder starken Clubs hatten eifrig Spenden gesammelt - und den Hörnern ihren Sportplatz sichtlich gönnte: „Eine super Leistung der Ehrenamtler. Der Verein hat es verdient, gerade auch wegen seiner exzellenten Jugendarbeit.”

In der Tat sind 80 Prozent der Fußballer Kinder und Jugendliche, aktuell knapp 250. Aber auch 180 Senioren und eine Damenmannschaft bevölkern seit der letzten Rückrunde im September den neuen Platz auf der Josef-Glockner-Sportanlage.

Dazu gehörte in staubverwehter Vorzeit auch Bernd Föhr, der vor Jahren an Sonntagen nach der ersten Halbzeit oft mit rotem Trikot in die Kirche nebenan eilte, um die Messe nicht zu verpassen und das Trikot gegen das Gewand zu tauschen.

Natürlich erteilt Pastor Föhr an diesem Tag seinen Segen zur Eröffnung und erbittet „Team-Geist” und Schutz von oben für viele saubere Spiele, sportlich und ohne Aschennebel.
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