Die Hauptverkehrsachse als Nadelöhr

Von: Stephan Mohne
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Im Sommer ein Nadelöhr: Rund um den Bahnhof Rothe Erde werden der Adalbertsteinweg und die Trierer Straße Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wer kann, sollte im Sommer einen Bogen um den oberen Adalbertsteinweg beziehungsweise die untere Trierer Straße machen. Zwischen Bismarckstraße und Schönrathstraße wird die Hauptverkehrsachse nämlich rund acht Wochen lang zum Nadelöhr. Auf dem 700 Meter langen Teilstück soll der Asphalt erneuert werden.

Das will man je Fahrtrichtung in einem „Rutsch” machen. Dazu aber muss dann die jeweilige Fahrtrichtung auch komplett für den Verkehr gesperrt werden.

Das bedeutet, dass sich in dieser Zeit die rund 30.000 Autos und 700 Busse, die dort täglich durchrauschen, die andere Straßenhälfte teilen müssen. Dafür, so die Verwaltung, sind „umfangreiche Absperrmaßnahmen” zu organisieren. Gegossen werden sollen die Fahrbahnen in den Sommerferien. Fünf Wochen soll das dauern. Wegen besagter Vorbereitungen wird die Baumaßnahme allerdings insgesamt acht Wochen dauern.

Gründe für die Erneuerung: Schlaglöcher, Risse und Unebenheiten. Immer wieder einzelne Schäden zu beheben, mache da keinen Sinn mehr. Und wenn man schon diesen 14.000 Quadratmetern Straßenfläche eine neue Decke verpassen muss, dann will man auch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum Einsatz kommen soll hier „Flüsterasphalt”. Ein neu entwickeltes Produkt verspreche eine „Minderung der erheblichen Lärmprobleme”. Das Material reduziere sowohl die Reifen- als auch die Fahrbahngeräusche. So lasse sich bei Tempo 50 eine Lärmminderung von drei bis fünf Dezibel erreichen. Das ist eine Menge.

Laut Expertenberechnungen entspricht eine Reduzierung um drei Dezibel einem Wert, der entstehen würde, wenn man die Verkehrsmenge halbierte. Um nachzuvollziehen, welche Lärmreduzierung sich tatsächlich ergibt, will die Stadt vor und nach der Baumaßnahme Messungen vornehmen. Für derartige Verbesserungen gibt es denn auch Zuschüsse vom Bund - im Rahmen des Konjunkturpakets II. In einem Zuge mitgemacht werden sollen dann auch die noch ausstehenden restlichen Arbeiten unter der Bahnbrücke. Dort sollen noch die Mittelinsel umgestaltet und ein „Prallschutz” in der Mitte des Brückenbauwerks gebaut werden.

Die Kosten für die Baumaßnahme werden von der Verwaltung mit 560.000 Euro angegeben. Beraten wird das Thema am Mittwoch in der Bezirksvertretung Mitte (17 Uhr, Haus Löwenstein am Markt) sowie später im Mobilitätsausschuss. Die vorbereitenden Arbeiten sollen dann im Juli starten.
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